Innsbruck-Wahl

Oppitz-Plörer: „Nun liegt es an Georg Willi“

Nach acht Jahren als Stadtoberhaupt muss Christine Oppitz-Plörer den Bürgermeistersessel für Georg Willi freimachen.
© TT/Julia Hammerle

Auch nach ihrer Niederlage in der Stichwahl möchte Christine Oppitz-Plörer weiter der Stadtregierung angehören – in welcher Funktion, sei Sache der anstehenden Verhandlungen.

Wie groß ist die Enttäuschung nach der Niederlage – und was war ausschlaggebend?

Oppitz-Plörer: Ich bin nicht enttäuscht. Gewonnen hat derjenige, der mehr Wähler mobilisieren konnte. Und ich bin überzeugt, dass Georg Willi gute Arbeit leisten wird. Projekte wie das Haus der Musik, die Patscherkofelbahn oder Straßenbahn waren eine große Kraftanstrengung, Kritik daran bekommt die Chefin ab. Ich bin aber überzeugt, dass diese Projekte in den Herzen der Menschen ankommen werden.

Willi hat sein Angebot an Sie erneuert, das Amt der Vizebürgermeisterin zu bekleiden. Sind Sie dazu bereit?

Oppitz-Plörer: Ich schätze es sehr, wenn man Gespräche an einem Tisch führt – da kann man besser zuhören –, statt sich etwas über die Medien auszurichten. Georg Willi wird diese Verhandlungen führen, es liegt nun an ihm, eine stabile Koalition zu schmieden. Diese Herausforderung ist groß genug.

Werden Sie den „Für Innsbruck“ zustehenden Stadtsenatssitz annehmen?

Oppitz-Plörer: Das ist mit der Fraktion so vorbesprochen, ihr obliegt das Vorschlagsrecht. Ich gehe davon aus, dass ich vorgeschlagen werde.

Trauen Sie Willi zu, rasch eine stabile Stadtregierung bilden zu können?

Oppitz-Plörer: Die Wähler trauen es ihm zu – und haben ihm diesen Auftrag erteilt. Ich gehe davon aus, dass er mit allen Beteiligten Gespräche führt.

Das Interview führte Michael Domanig

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