Geisler ist für die Rad-WM guter Dinge

Die finanziellen Bedenken bezüglich der Straßenrad-WM in Tirol (22.–30.9.) scheinen mittlerweile verflogen. Laut Sportreferent Josef Geisler fehlt noch knapp eine halbe Million Euro – ohne Landesunterstützung.

Um Aufmerksamkeit für die Rad-WM bemüht: Tirols Radsportpräsident Harald Baumann, Landessportreferent Josef Geisler, Radsport-Moderator Othmar Peer, GemNova-Geschäftsführer Alois Rathgeb (v. l.).
© GemNova

Von Florian Madl

Innsbruck — Groß war der Unmut, als vor wenigen Wochen die Diskussion über ein Budgetloch vor der anstehenden Straßenrad-Weltmeisterschaft entsprang. Im Etat (ca. 13 Mio. €) wurden knapp 2 Millionen Euro an Sponsorenbeiträgen veranschlagt — allein die Unterschriften fehlten. Gestern gab Landessportreferent Josef Geisler im Rahmen einer PR-Aktion des Gemeindeverband-Dienstleisters GemNova bekannt, dass sich eine Lösung abzeichne. „Ich bin guter Dinge. Alle bemühen sich", hielt der Zillertaler fest. So habe man Einsparungsmaßnahmen vorgenommen und durch einen Auto-Deal auch Kosten für den Fuhrpark einsparen können. Ein Mineralölkonzern steuere eine erkleckliche Summe bei, eine Supermarktkette sei an Bord. 1,4 Millionen Euro habe man in Summe abgedeckt, Landesgeld sei darin keines enthalten. Noch fehle eine halbe Million Euro, aber noch habe man ja Zeit.

Der Aufmerksamkeit der Rad-Öffentlichkeit können sich die Tiroler ohnehin gewiss sein, im Wochentakt gehen Topstars aus der Szene mit dem WM-Kurs auf Tuchfühlung. Heute ist der Tscheche Roman Kreuziger an der Reihe: Der Junioren-Weltmeister (2004), Gewinner des Amstel Gold Race (2013) und des Pro Ötztaler (2017), gilt als Mitfavorit auf der selektiven Strecke.

Abseits des Profibereichs bemüht sich mit Moderator Othmar Peer ein heimischer Radsport-Experte um Aufmerksamkeit für die Weltmeisterschaft. In den kommenden Wochen radelt der Tiroler durch alle 395 Nord- und Südtiroler Gemeinden. „Wer dabei sein will, ist herzlich eingeladen", lädt er ein. Am Samstag geht es durchs Wipptal und die Seitentäler, über soziale Medien sind für potenzielle Begleiter weitere Informationen erhältlich.

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