Familien zahlen sich Bonus teils selbst

Familien finanzieren sich den Familienbonus bis zu einem Drittel selbst, geht aus Studien von GAW und Wifo hervor. Reform entlastet Familien, der Bonus ist aber ungleich verteilt und verringert das Armutsrisiko kaum.

© Getty Images/iStockphoto

Von Max Strozzi

Innsbruck –Bis zu 1500 Euro Familienbonus pro Kind und Jahr bzw. maximal 250 Euro Kindermehrbetrag für geringverdienende Alleinerzieher und Alleinverdienende. Das ist der Kern der Reform, die 2019 greifen soll. Im Gegenzug sind aber Kinderbetreuungskosten nicht mehr von der Steuer absetzbar, auch der Kinderfreibetrag wird gestrichen. Damit reduziert sich unterm Strich der tatsächliche Mehrwert des Familienbonus. „Die Empfänger des Familienbonus sind die Gleichen, die ihn zum Teil finanzieren“, sagt Stefan Haigner von der Innsbrucker Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW): „Die tatsächliche Entlastungswirkung des Familienbonus reduziert sich durch diese Gegenfinanzierung für Familien um 20 Prozent.“

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