Osttirol

Virgen baut ein Gesundheitszentrum

© Franz Holzer

Die Gemeinde plant gemeinsam mit einem Bauträger ein Zentrum für Tagespflege, betreubares Wohnen und den Sozialsprengel. Auch der Dorfarzt könnte dorthin übersiedeln. Prägraten ist mit im Boot.

Von Catharina Oblasser

Virgen –Ein freies, etwa 1300 Quadratmeter großes Grundstück an der Ortseinfahrt von Virgen soll bis Mitte 2020 das neue Gesundheitszentrum Virgental beherbergen. Der Grund gehört einem Bauträger, der zurzeit gemeinsam mit der Gemeindeführung an der Planung arbeitet.

„Vorgesehen ist unter anderem, dass dort größere Räumlichkeiten für den Gesundheits- und Sozialsprengel Virgental entstehen“, erklärt Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler. Der Sprengel, der auch die Nachbargemeinde Prägraten umfasst, begann seine Tätigkeit vor 25 Jahren mit drei Helferinnen. „Heute sind es um die 25 Mitarbeiterinnen, da brauchte es natürlich mehr Platz“, so der Bürgermeister.

Darüber hinaus soll das Zentrum auch einen Bereich für die Tagespflege von Seniorinnen und Senioren umfassen, vorerst für vier bis fünf Personen. Auch vier Wohneinheiten für betreubares Wohnen sind geplant. „Es wär­e optimal, wenn auch unser praktischer Arzt, der in Virgen seine Ordination hat, dorthin übersiedeln könnte“, wünscht sich Ruggenthaler. Ziel des neuen Zentrums ist es, den betagten Gemeindebürgern sowie jenen aus Prägraten ein möglichst langes Verbleiben im Heimatort bzw. in der Nähe davon zu ermöglichen. Der Sozialsprengel würde sich um die Betreuung kümmern. Die Investitionskosten beziffert der Bürgermeister mit geschätzten 1,5 Millionen Euro, wobei die Finanzierung noch offen ist. „Wir sind noch dabei, Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten abzuklären“, sagt der Virger Ortschef. Wenn alles wie gewünscht verläuft, so kann im Frühjahr 2019 mit dem Bau begonnen werden.

Das Gesundheitszentrum Virgental ist Teil des Maßnahmenkatalogs 2018 bis 2028 für das Sonnendorf, wie Virgen auch genannt wird. Ein weiteres Projekt der Zukunft wird die Erneuerung des denkmalgeschützten Gemeindeamtes sein. „Die Fassade ist bereits saniert“, sagt Dietmar Ruggenthaler. „Doch im Inneren spiegelt sich nicht jener Innovationsgrad wider, den wir in der Gemeinde leben wollen.“ So soll zum Beispiel der Bürger­servicebereich weiter in den vorderen Bereich des Gebäudes rücken.

Ein besonderes Anliegen ist der Gemeinde Virgen mit ihren 2200 Einwohnern die Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Es gibt einen Kindergarten, eine Volkschule und eine Neue Mittelschule, doch der Platz rundherum ist beengt, wie der Bürgermeister beschreibt. „Wir konnten ein benachbartes Grundstück erwerben. Somit ist eine Verkehrslösung rund um Schulen und Kindergarten in Reichweite.“