Gesellschaft

Projektwerber holen Fördergeld ab

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Innovative regionale Projektentwicklung wird mit dem Leader-Programm der EU unterstützt. Dazu hat das Landecker Regionalmanagement regioL ein dickes Paket geschnürt – mit Schaubergwerk und Obstsortengipfel.

Von Helmut Wenzel

Landeck –Neben dem Platzertal bei Tösens haben einst Knappen auch bei St. Anton nach Silber geschürft. Der Bergbau im Ortsteil Gand blühte von 1490 bis 1846. Die Knappen förderten ergiebige Vorkommen an so genannten Fahl­erzen mit Silber und Quecksilber aus den Stollen.

Die Idee, längt vergangene Zeiten der Bergwerkstradition sichtbar und erlebbar zu machen, hat die St. Antoner Fremdenverkehrsförderungsgesellschaft zu Papier gebracht und beim Land­ecker Regionalmanagement regioL eingereicht. Ein 750 Meter langer Weg, ein Besichtigungsstollen, drei Bergwerksgebäude, Scheidstube sowie ein Erzhof sollen laut regioL-Geschäftsführer Gerald Jochum errichtet werden. Dazu kommen Schautafeln entlang des Weges. Auch das „Knappaloch“ (Bergwerksstollen) soll dokumentiert werden. „Das Projekt bringt einen Mehrwert für die Bevölkerung und Touristen“, sind Jochum und die Leader-Beauftragte Stefanie Peterbauer überzeugt. Das Projektvolumen liegt bei 296.000 Euro, es wird zu 50 Prozent gefördert.

So genannten Streuobstwiesen im ländlichen Raum wird heute kaum noch Beachtung geschenkt. In der Naturparkregion Kaunergrat soll sich das ändern. Dort hat die Initiative „KLAR“ (Klimawandelanpassungsregion) das Projekt „Sortengipfel“ ausgearbeitet. „Der bäuerliche Obstbau hat hier eine große Tradition, es gibt viele Streuobstwiesen“, weiß Koordinatorin Ulrike Totschnig. Vor diesem Hintergrund ist dazu eine Fachtagung im Oktober geplant. Pomologische Untersuchungen stehen ebenso auf dem Programm wie eine Sortenschau, zudem werden die regionalen Obstsorten dokumentiert.

Themenwechsel: Strom nutzen, ohne Rechnungen zu bezahlen, ist eine reizvolle Sache. Freilich muss zuerst in eine Photovoltaik­anlage investiert werden. Nach Thomas Walser, der mit 1500 m² Kollektorfläche auf dem Dach seines Betriebsgebäudes die bezirksweit größte Anlage errichtet hat, entschied sich auch die Auto Haid GmbH in Zams für eine geförderte PV-Anlage. Die Jahreserzeugung liegt bei 35.000 kWh, davon werden 75 Prozent für den Eigenverbrauch genutzt. Die Anlage kostet 37.500 Euro, gefördert werden 40 Prozent.

Das Innovationszentrum LanTech plant, Räume mit Co-Working-Space einzurichten. Es handelt sich um Arbeitsplätze für Mehrfachnutzung. Zwölf Plätze, auch „Hot Desks“ genannt, sollen samt Drucker, Projektor, Leinwand und Zutrittssystem eingerichtet werden. Nutzer sind Start-ups, Jungunternehmer und Studenten. Die Realisierung kostet 59.000 Euro, 40 Prozent werden gefördert.