Asfinag soll Millionen lockermachen
Der Asfinag hat das Transitforum wieder einmal einen Brief geschrieben. Darin fordert Obmann Fritz Gurgiser die Autobahngesellschaft auf, ra...
Der Asfinag hat das Transitforum wieder einmal einen Brief geschrieben. Darin fordert Obmann Fritz Gurgiser die Autobahngesellschaft auf, raschest die Mauteinnahmen aus dem Lkw-Transitverkehr an der Mautstelle Schönberg für eine Lärmschutzinitiative herzunehmen. Damit sollen die Lärm- und Gesundheitsbelastungen der Bevölkerung entlang der Autobahn von Kufstein bis zum Brenner bzw. Arlberg nach dem Verursacherprinzip abgestellt werden. Für heuer, so Gurgiser, würden 2,5 Millionen Transitfahrten am Brenner erwartet – nach Berechnungen des Transitforums würden daher 224 Mio. € in die Asfinag-Kassen gespült. Es sei völlig unverständlich, schreibt Gurgiser, dass die Asfinag die Kosten für Lärmschutz auf Basis einer Dienstanweisung des Verkehrsministeriums an Länder, Gemeinden oder gar Privatpersonen auslagere und nicht aus den eigenen Mitteln begleiche.
Verkehr ist auch FPÖ-Landesobmann Markus Abwerzger ein Anliegen. Wenngleich es ihm dieses Mal darum geht, dass das derzeit wieder zur Diskussion stehende Tempo 80 auf Freilandstraßen eben nicht generell kommen dürfe. Dennoch bestehe auf bestimmten Abschnitten Handlungsbedarf, so der FPÖ-Politiker: „Eine Evaluierung in Tirol halte ich für sinnvoll.“ Insofern kündigt Abwerzger einen Prüfantrag im Oktoberlandtag an. Demzufolge sollen Landesstraßen auf Gefährdungsquellen hin geprüft werden und nur dort dann auch das Tempolimit auf 80 km/h reduziert werden.
Als vertane Chance für das Land wertet Liste-Fritz-Abgeordneter Markus Sint die jüngst bekannt gegebene Übergabe des Stiftes Fiecht von den Benediktinern an Unternehmer Christoph Swarovski. „Es ist unverständlich, dass dieser Verkauf so passieren konnte. Einmal mehr verpasst die Landesregierung eine einmalige Chance, eine kulturhistorisch bedeutende Stätte für die öffentliche Hand zu erhalten“, schreibt Sint gestern in einer Aussendung. Swarovski hat angekündigt, dort eine Bildungseinrichtung zu etablieren. Sint sagt: „Welcher Nutzung es der neue Besitzer zuführt, wird man sehen.“
Wiedergewählt wurde am Samstag SPÖ-Nationalrätin Selma Yildirim als Landesfrauenvorsitzende. Anlässlich der Landesfrauenkonferenz erhielt Yildirim 97,5 Prozent der Stimmen. (mami, TT)
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