WM 2018

Der Teamgeist steht bei Schweden über „Ibrakadabra“

Die hochschwangere Frau muss zuhause warten – Schwedens Kapitän Andreas Granqvist will heute als Anführer auch im Achtelfinale gegen die Schweiz vorangehen.
© Reuters

Das Achtelfinale zwischen Schweden und der Schweiz verspricht heute (16.00 Uhr/TT.com-Ticker) einen kollektiven Fight.

St. Petersburg – Schweden steht heute dort, wo jeder vor der WM Titelverteidiger Deutschland erwartet hätte – als Erster der Gruppe F bitten die Skandinavier die „Nat­i“ aus der Schweiz zum Tanz. Und da wie dort bauen beide Auswahlen aufs Kollektiv.

Die Schweden haben bei dieser Endrunde gewissermaßen sogar Zlatan Ibrahimovic vergänglich gemacht. Der Verzicht auf den Superstar und das „Ibrakadabra“ war eine von vielen Entscheidungen von Teamchef Janne Andersson, die sich als richtig erwiesen haben. Und so stehen plötzlich ganz ander­e vermehrt in der Sonne. In Summe weiß auch Kapitän Andreas Granqvist, woran alles hängt: „Solange wir weiter als Team arbeiten, zusammen kämpfen, sind wir schwer zu schlagen.“ Für Schönheit gibt es ja keinen Preis. Vor 24 Jahren landeten die Schweden mit Offensivstars wie Tomas Brolin, Martin Dahlin oder Henrik Larrson sensationell auf Rang drei.

Vergangenheitsbewältigung können auch die Schweizer betreiben, die zuletzt vor 64 Jahren bei einer WM-Endrunde unter die letzten acht vorgestoßen sind. Zwei Ausfälle (Kapitän Stephan Lichtsteiner und Innenverteidiger Fabian Schär) „kann die Mannschaft verkraften“, wie Erfolgscoach Vladimir Petkovic meint. Als Sechster der FIFA-Weltrangliste und mit nur einer Niederlage aus den letzten 20 Spielen kommt die „Nati“ mit einer breiten Brust. „Schweden ist machbar“, lässt Mittelfeldmotor Valeron Behrami wissen. Nur der Angriff (Seferovic, Gavranovic) ging bisher eher am Stock. Den Nachweis, Weltspitze zu sein, will man dennoch gemeinsam antreten. (lex, APA)