Kärntens Wirtschaft erzielte 2017 Exportüberschuss von 1,07 Mrd. Euro

Klagenfurt (APA) - Die Kärntner Wirtschaft hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord aufgestellt. Die Exporte stiegen um 7,8 Prozent auf 7,...

Klagenfurt (APA) - Die Kärntner Wirtschaft hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord aufgestellt. Die Exporte stiegen um 7,8 Prozent auf 7,56 Mrd. Euro, laut Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl ist das der höchste Wert, der jemals erreicht wurde. Der Exportüberschuss betrug 1,066 Mrd. Euro, besonders stark angestiegen sind die Ausfuhren nach China und in die USA, wie Mandl am Montag vor Journalisten erklärte.

Für das laufende Jahr wird ebenfalls wieder mit einem starken Ergebnis gerechnet. „Wir hoffen, dass wir das Vorjahresergebnis halten können“, so Mandl, das wäre aus seiner Sicht bereits ein großer Erfolg. Er und Wirtschaftslandesrat Ulrich Zafoschnig (ÖVP) wiesen darauf hin, dass die im vergangenen Jahr gestartete Exportoffensive - Land und WK stellen dafür jährlich je 400.000 Euro bereit - dazu beitrage, dass dieser Aufschwung fortgesetzt werden könne. In den kommenden Jahren will man sich verstärkt um Märkte in Südamerika kümmern, die man bisher nicht oder kaum beackert habe.

Wichtigster Abnehmer für Waren aus Kärnten ist und bleibt Deutschland, das mit Ausfuhren in Höhe von 2,15 Mrd. Euro weit vor allen anderen Ländern liegt. Platz zwei in der Exportstatistik nahmen 2017 die USA mit knapp 900 Mio. Euro ein, ein Plus von 41,1 Prozent. Auch in Italien geht es nach einer langen Durststrecke wieder bergauf, die Ausfuhren stiegen um 5,4 Prozent auf 771 Mio. Euro. Viertwichtigster Exportmarkt ist bereits Slowenien, 306 Mio. Euro bedeuten einen Zuwachs von 13 Prozent. Auf Platz fünf liegt Malaysia (263 Mio. Euro), was fast ausschließlich auf Infineon zurückzuführen ist. Meinrad Höfferer, Leiter der WK-Abteilung Außenwirtschaft, erklärte, Infineon exportiere hochwertige Vorkomponenten aus Villach in die beiden Werke in Malaysia. Prozentuell stark gewachsen sind die Ausfuhren nach China, nämlich um fast 40 Prozent. Den Exporten von 211 Mio. Euro stehen allerdings Importe in Höhe von 480 Mio. Euro gegenüber.

Wichtigster Bereich ist der Maschinen- und Anlagenbau samt dem Bereich Elektronik, danach folgt die Holzindustrie. Der Dienstleistungssektor ist in der Exportstatistik nicht eingerechnet. Hier würden regionale Zahlen fehlen, sagte Höfferer. Würde dieser Sektor mitgerechnet, würde der Exportüberschuss vorsichtig geschätzt noch einmal um 500 Mio. Euro höher liegen.


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