Transitforum will Lärmschwellenwert-Reduktion nach WHO-Richtwerten

Innsbruck (APA) - Das Transitforum Austria-Tirol hat eine Reduktion der Lärmschwellenwerte auf Basis der WHO-Richtwerte gefordert. Außerdem ...

Innsbruck (APA) - Das Transitforum Austria-Tirol hat eine Reduktion der Lärmschwellenwerte auf Basis der WHO-Richtwerte gefordert. Außerdem möchte man, dass das Verursacherprinzip für Lärmschutzkosten geltend wird. Obmann Fritz Gurgiser zeigte sich am Montag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck jedenfalls entschlossen, die Festlegung der „Lärmschwellenwerte nicht den Lärmverursachern zu überlassen“.

„Gesundheit über alles“ gab man unisono als Parole aus. So fokussierten sich die beim Transitforum Austria-Tirol Engagierten rund um Gurgiser auch auf die WHO und deren Richtwerte für inneralpine und voralpine Räume, welche davon ausgehen, dass dem gesundheitlichen Wohlbefinden allerhöchstens 50 Dezibel am Tag und 40 Dezibel in der Nacht zumutbar seien. Mit den derzeit geltenden Grenzen von 60 Dezibel tagsüber und 50 Dezibel nachts attestierte Gurgiser Österreich im Vergleich mit anderen EU-Staaten derzeit eine „Nachreiterrolle“.

Damit sich das ändert, will man die Lärmerzeuger selbst in die Pflicht nehmen. Clemens Franceschinel, Obmann-Stellvertreter des Forums, sah dabei etwa die Asfinag am Zug. Diese solle den „Lärm aus eigenen Mittel reduzieren“, schließlich habe ebendiese mit der Mautstelle Schönberg einen wahren „Goldesel“ vorzuweisen. Die derzeitige Situation sei zweifellos ein „Raubbau an der Gesundheit“, so Franceschinel.

Einig waren sich die versammelten Transitforum-Aktivisten auch, dass es „reicht“ und „so nicht weitergehen kann“. „Entweder ihr wehrt euch oder ihr erstickt im Lärm“, meinte Guriger zu lärmgeplagten Bürgern. Das Transitforum plane in naher Zukunft wieder Bürgerversammlungen, die laut dem Obmann spätestens im Frühjahr 2019, womöglich aber auch schon heuer stattfinden sollen.


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