Deutsche Regierung: Ukraine muss Gas-Transitland bleiben

Berlin (APA/Reuters) - Die geplante Erdgaspipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee darf nach Auffassung der deutschen Regierung den Status de...

Berlin (APA/Reuters) - Die geplante Erdgaspipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee darf nach Auffassung der deutschen Regierung den Status der Ukraine als Transitland für russische Gaslieferungen nach Europa nicht gefährden. Regierungssprecher Steffen Seibert beschrieb das umstrittene Vorhaben am Montag als „in erster Linie ein Projekt der Wirtschaft“.

Eine politische Komponente habe es aber in Hinblick auf etwaige Auswirkungen auf das Transitland Ukraine. Deutschland sei mit anderen EU-Ländern bemüht, „diese Auswirkungen für die Ukraine so zu gestalten, dass sie keinen großen Schaden für die Ukraine hervorrufen“. Für die deutsche Regierung gelte: „Die Ukraine muss weiter Transitland für russisches Gas in einem gewissen Umfang bleiben“.

Das Thema Nord Stream 2 könnte bei dem Spitzengespräch von US-Präsident Donald Trump mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin in Helsinki eine Rolle spielen. Trump lehnt das Projekt ab. Putin hat ihm deshalb vorgeworfen, das vor allem aus wirtschaftlichen Erwägungen zu tun, weil er den Europäern amerikanisches Flüssiggas (LNG) verkaufen will.

In das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 haben vor allem fünf westliche Firmen Geld investiert: Die BASF-Tochter Wintershall, die E.ON-Abspaltung Uniper, die OMV aus Österreich, der britisch-niederländische Konzern Royal Dutch Shell sowie das französische Unternehmen Engie.


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