Aktion scharf gegen Biker

Die Polizei erwischte am Wochenende in Reutte und Kitzbühel 149 Schnellfahrer.

© ZOOM.TIROL

Kitzbühel, Reutte –Radar, Laser, Lärmmessgeräte, Zivilstreifen auf zwei und vier Rädern: Mit großem Aufwand machte die Polizei in den Bezirken Reutte und Kitzbühel am Wochenende Jagd auf undisziplinierte Motorradlenker. Mit Erfolg – die Beamten erwischten insgesamt 149 Schnellfahrer. 34 weitere Biker machten wegen anderer Delikte Bekanntschaft mit der Polizei.

Den Vogel schossen zwei Biker im Raum Kitzbühel ab, die mit 132 bzw. 123 km/h durch eine 50er-Zone rasten. Der Rekordhalter im Außerfern war mit Tempo 95 unterwegs, obwohl nur 50 km/h erlaubt waren.

Die Polizei nahm aber auch Krawall-Lenker ins Visier: Von den 34 getesteten Motorrädern waren zehn zu laut. Bei drei Zweirädern war der Lärmpegel so hoch, dass die Beamten die Kennzeichen abnehmen mussten.

Obwohl Motorradfahrer Alkohol in der Regel meiden, gibt es Ausnahmen. Eine war am Wochenende im Bezirk Kitzbühel unterwegs. Wie der Alkoholtest ergab, hatte der ausländische Motorradler 0,5 Promille im Blut. Der Mann musste eine Sicherheitsleistung von 250 Euro zahlen.

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Laut Landesverkehrsabteilung der Polizei sind heuer bereits fünf Motorradfahrer auf Tirols Straßen tödlich verunglückt – vier Männer und eine Frau. Zuletzt starb ein Deutscher auf der Brenner-Bundesstraße bei Innsbruck. Der Mann geriet am Samstag mit seinem 180-PS-Motorrad in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen einen Bus.

Zu hohes Tempo, zu geringer Abstand, riskante Überholmanöver, Selbstüberschätzung und Kurvenschneiden sind laut Polizei die häufigsten Ursachen für Motorradunfälle. Die Biker kommen aber auch unschuldig zum Handkuss, wenn sie von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen werden. (TT)


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