Mit Laudamotion von Innsbruck nach Dublin, Düsseldorf und London

Die Sommersaison soll 2,6 Millionen Passagiere bringen. Mit dem Winterflugplan der soll die Präsenz in Österreich ausgebaut werden, so Laudamotion-Chef Andreas Gruber.

Laudamotion-Chef Andreas Gruber hat unverhohlen mit dem Abbau von Jobs gedroht.
© APA/Hochmuth

Wien, Schwechat – Abseits des Konflikts mit der deutschen AUA-Mutter Lufthansa um neun geleaste Maschinen laufe das Geschäft für die Billig-Airline Laudamotion rund, meinte Chef Andreas Gruber am Montag. Das Sommer-Geschäft habe sich gut entwickelt, insgesamt sollen diese Saison 2,6 Millionen Passagiere mit dem Ferienflieger abheben. „Seit März haben wir zwei Millionen Tickets verkauft.“

Die anfänglichen Startschwierigkeiten gebe es nicht mehr. Komme es doch zu Flugausfällen oder Verspätungen, liege das vor allem an Streiks von Fluglotsen. Schwarze Zahlen will das Unternehmen ab dem dritten Jahr schreiben.

Mit dem Winterflugplan soll die Präsenz in Österreich ausgebaut werden, bekräftigte Gruber ein klares Bekenntnis „zum Standort Österreich“. Ab Wien, wo Laudamotion wie die ungarische Billigfluglinie Wizz Air zur Nummer zwei hinter der Lufthansa-Gruppe werden will, wird es mehr Verbindungen nach Spanien geben. Ab Innsbruck soll es nach Düsseldorf, Dublin und London gehen, um den Ski-Tourismus anzukurbeln.

Auch mit Aktionen will der Niki-Nachfolger zusätzliche Fluggäste an Bord holen. Künftig werde es jeden Mittwoch „eine große Auswahl an Flügen ab 9,99 Euro zu den beliebtesten europäischen Feriendestinationen“ geben.

Die Flotte soll in den nächsten Jahren auf 30 bis 50 Airbus-Maschinen wachsen, man stehe bereits in konkreten Verhandlungen. Zurzeit fliegt Laudamotion mit 19 Maschinen, wobei alle gemietet sind: Zehn stellt der irische Neo-Mehrheitseigentümer Ryanair samt Crews im sogenannten „Wet Lease“ zur Verfügung. Die weiteren neun Flieger, um die gerade gestritten wird, stammen von der Lufthansa, die die Airbusse lieber bei der Tochter Eurowings einsetzen würde.

Auch das Personal soll aufgestockt werden: Im kommenden Jahr brauche man 100 zusätzliche Piloten und Flugbegleiter. Diese könnten dann schon einen Kollektivvertrag haben: Laut Gruber soll es für die Belegschaft in Österreich noch diesen Sommer zu einer Lösung mit Gewerkschaft und Betriebsrat kommen. Insgesamt beschäftigt die Airline zurzeit rund 680 Mitarbeiter, davon 450 in Österreich. (APA)


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