Denifl feiert Comeback: „Das macht dich noch härter“

Der Tiroler Radprofi Stefan Denifl (30) gibt nach seinem Sturz mit neuem Material wieder Vollgas.

Stefan Denifl gibt nach seinem Sturz wieder Gas.
© Aqua Blue

Fulpmes — Kurz vor Start der Österreich-Rundfahrt die schlechte Nachricht, unmittelbar danach die gute: „Ich bin wieder zurück am Rad", sagt Stefan Denifl und strahlt über das ganze Gesicht. Der Stubaier Rad-Profi hatte sich kurz vor dem Start der Ö-Tour bei einem Trainingssturz eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen und musste die Mission Titelverteidigung kampflos aufgeben.

Nun geht es wieder steil bergauf: „Ein paar Tage muss ich mich noch gedulden, dann darf ich wieder Vollgas geben", erzählt der Jung-­Papa und ist wieder bester Dinge, bis zur Heim-WM im September in Topform zu sein. Ganz wichtig: „Der Sturz auf der Zillertaler Höhenstraße hat mir keine Ruhe gelassen. Ich bin die Straße gestern das erste Mal nach meinem Sturz wieder gefahren", erzählt der 30-Jährige. Die Fahrt bei kontrolliertem Tempo sei „enorm wichtig" gewesen, um den Sturz „für mich persönlich abzuschließen". Es habe sich gelohnt: „Ich bin selbst überrascht, wie gut ich es mental weggesteckt habe. Manchmal stimmt es doch: So ein Rückschlag macht dich noch härter!"

Wenn alles nach Plan laufe, wolle er bei der Tour de Wallonie in Belgien (ab 28. Juli) sein Renn-Comeback geben. Für die Rückkehr hat Denifl auf dem Materialsektor nachgerüstet: „Ich habe ein neues Rad. Endlich habe ich zwei Kettenblätter vorne. Es fühlt sich an, als ob ich endlich wieder richtig Rad fahren kann", freut sich Denifl. Auch wenn das neue Modell des Herstellers 3T eigentlich nur ein paar Gramm leichter ist: „Es ist eine große Erleichterung für mich, wieder konkurrenzfähig zu sein." (ben)


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