Olympia: Russland schließt Bewerbung für Sommerspiele 2036 nicht aus

Moskau (APA/dpa) - Russland schließt nach dem Ende der Fußball-WM Bewerbungen für weitere sportliche Großveranstaltungen wie die Olympischen...

Moskau (APA/dpa) - Russland schließt nach dem Ende der Fußball-WM Bewerbungen für weitere sportliche Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele im Jahr 2036 nicht aus. „Natürlich kann bis dahin noch viel passieren. Aber wir sollten die Möglichkeit für weitere sportliche Großevents im Auge behalten“, sagte Stanislaw Posdnjakow, Präsident des Olympischen Komitees Russlands, am Montag in Moskau.

Es kämen demnach die WM-Städte St. Petersburg und Kasan infrage. In den Millionenstädten gebe es bereits die Infrastruktur, Kasan habe zudem viel Erfahrung mit internationalen Sportereignissen, sagte Posdnjakow der Agentur Interfax.

Die nächsten Sommerspiele finden 2020 in Tokio statt, danach sind sie an Paris 2024 und Los Angeles 2028 vergeben worden. Die Vergabe in ein europäisches Land sei deshalb erst wieder für 2036 realistisch, glaubt Posdnjakow. Schon zweimal fanden in dem Land Olympische Spiele statt: 1980 wurden die Sommerspiele in der sowjetischen Hauptstadt Moskau ausgetragen, die Winterspiele in Sotschi 2014 sorgten für Schlagzeilen. Im Nachhinein wurden sie durch den Skandal um russisches Staatsdoping überschattet.

Posdnjakow betonte, dass nach der positiven WM in elf Städten die Zustimmung der Russen für derartige Ereignisse gewachsen sei. „Es fühlt sich an, als ob viele ihre Beziehung zu den großen Bewerben geändert haben - von einer gewissen Skepsis hin zu Interesse, wenn nicht sogar Begeisterung“, sagte er. Zuvor hatte bereits der WM-Cheforganisator Arkadi Dworkowitsch sich hoffnungsvoll über Olympia in Russland geäußert. Die WM habe gezeigt, dass das Land derartige Events organisieren könne.

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