Aktivisten: Syriens Armee im Südwesten weiter auf Vormarsch

Damaskus (APA/AFP/Reuters) - Syrische Truppen haben am Montag mit Unterstützung des russischen Militärs ihre Offensive gegen Rebellen im Süd...

Damaskus (APA/AFP/Reuters) - Syrische Truppen haben am Montag mit Unterstützung des russischen Militärs ihre Offensive gegen Rebellen im Südwesten des Landes fortgesetzt. Im Westen der Provinz Daraa erzielten die Regierungssoldaten und ihre Verbündeten rasche Geländegewinne, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Sie nahmen demnach die Orte Al-Haara, Samlin, Al-Tiha und Simrin ein.

Bei ihrer Offensive übernahm die syrische Armee auch die Kontrolle über eine strategisch wichtige Anhöhe, von der aus die israelisch besetzten Golan-Höhen überblickt werden können, berichtet das Staatsfernsehen am Montag. Auf dem Al-Haara-Hügel befand sich eine größere Luftabwehr-Radar-Basis, die im Oktober 2014 in die Hände der Rebellen gefallen war.

In Al-Haara, so die Beobachtungsstelle, hätten sich die Rebellen ergeben - mit Ausnahme von Kämpfern der Jihadistengruppierung Hayat Tahrir al-Sham (HTS), die einen nahe gelegenen Hügel kontrollierten. Angesichts der Weigerung der HTS-Kämpfer aufzugeben, bombardierten die Regierungstruppen und ihre Verbündeten den Hügel. Dabei wurden der Beobachtungsstelle zufolge 30 HTS-Kämpfer getötet. Ein Gegenangriff der Jihadisten, bei dem zwölf Regierungssoldaten getötet wurden, führte zum vorübergehenden Rückzug der Truppen von Staatschef Bashar al-Assad.

Auch in der benachbarten Provinz Quneitra kam der Vormarsch unterstützt von russischen und syrischen Luftangriffen voran. Quneitra grenzt an die zum größten Teil von Israel besetzten Golanhöhen. Seit der am 19. Juni begonnenen Militäroffensive in Daraa und Quneitra ist die israelische Armee besonders wachsam. Anfang Juli verstärkte sie ihre Truppenpräsenz im israelisch besetzten Teil des Golan.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle kontrolliert das syrische Militär mittlerweile mehr als 80 Prozent des Gebiets von Daraa. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle steht den bewaffneten Regierungsgegnern nahe. Ihre von Aktivisten in Syrien stammenden Angaben können nur schwer überprüft werden.


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