Kneissl will FPÖ-Rücktrittsaufforderung an Juncker nicht kommentieren

Brüssel (APA) - Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) hat die Rücktrittsaufforderung von FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky an EU-Kommissions...

Brüssel (APA) - Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) hat die Rücktrittsaufforderung von FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nicht kommentiert. Sie sei beim EU-Außenministerrat am Montag in Brüssel darauf nicht angesprochen worden, „es ist in keinster Weise ein Thema“, sagte Kneissl. „Ich kommentiere das einfach nicht.“

Kneissl erklärte, sie habe Juncker in bisher zwei persönlichen Gesprächen kennengelernt. Sie habe mit ihm „ein sehr konstruktives und sympathisches Gespräch“ geführt.

Vilimsky hatte zuletzt seine Rücktrittsaufforderung an EU-Kommissionspräsident Juncker und seinen Verdacht bekräftigt, dass dieser beim NATO-Gipfel am Mittwoch betrunken war. Vilimsky war am Freitag unter anderem vom EU-Kommissar Johannes Hahn, dem ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, und der SPÖ wegen seiner Rücktrittsaufforderung an Juncker scharf kritisiert worden. Auch die Liste Pilz verurteilte am Montag die „Anschuldigungen“ Vilimskys als „enorm respektlos“.

Die EU-Kommission reagierte am Freitag empört auf entsprechende Berichte und wies darauf hin, dass der seit Jahren an Rückenproblemen leidende Juncker am Mittwoch einen akuten Ischias-Krampf gehabt habe.

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