Helsinki nicht Wien - US-Botschafter mit tröstenden Worten

Wien (APA) - Nachdem der USA-Russland-Gipfel am heutigen Montag in der finnischen Hauptstadt Helsinki über die Bühne gegangen ist, und es zu...

Wien (APA) - Nachdem der USA-Russland-Gipfel am heutigen Montag in der finnischen Hauptstadt Helsinki über die Bühne gegangen ist, und es zuvor vergebliche Bemühungen gab, das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin nach Wien zu holen, hat US-Botschafter Trevor Traina Trost via Aussendung gespendet.

Dabei brachte er ins Spiel, dass die Bundeshauptstadt in Zukunft aus amerikanischer Sicht doch bei internationalen Vermittlungen als Tagungsort zum Zug kommen könnte. „Als US-Botschafter in Österreich gratuliere ich Österreich zu seinem Festhalten an Diplomatie und seiner Bereitschaft, als Brückenbauer in Europa zur Verfügung zu stehen. Wien, als eine Wiege der modernen Diplomatie, ist ein idealer Ort für künftige internationale Gespräche und diplomatische Initiativen. Ich freue mich auf eine Fortsetzung des Dialogs“, ließ Traina wissen.

Als Ende Juni Helsinki als Location für das erste, gesonderte Zusammentreffen zwischen Trump und Putin bekannt gegeben wurde, hatte der US-Botschafter erklärt, „praktische Überlegungen und die Notwendigkeit einen Konsens zu erzielen“, hätten den Ausschlag für Helsinki gegeben. „Die österreichische Regierung und vor allem der Kanzler in Kooperation mit der US-Botschaft haben sich sehr bemüht, den Gipfel nach Wien zu bringen“, erklärte er.

Über ein Gipfeltreffen war damals schon seit Wochen spekuliert worden. Nach dem Besuch des russischen Präsidenten Putin in Wien berichtete das „Wall Street Journal“, dass Putin Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gebeten haben soll, ein Treffen mit US-Präsident Trump in Wien zu organisieren. Kurz habe zugesagt, sich an Trump mit dem Ersuchen zu wenden. Auch der Kreml brachte daraufhin auch Wien als Ort für das Gipfeltreffen ins Spiel. Kurz hatte schon während des Nationalratswahlkampfes im vergangenen September klar gemacht, dass er gerne einen Gipfel zwischen Trump und Putin ausrichten würde. Als die Wahl auf Helsinki fiel, trat Traina in einem APA-Interview Spekulationen entgegen, dass Washington politische Vorbehalte gegen das als russlandfreundlich geltende Österreich haben könnte.

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