Trump: Dialog mit Putin produktiv - Einmischung in US-Wahl war Thema

Helsinki/Washington (APA/dpa/Reuters/AFP) - US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über sein Treffen mit seinem russischen Amtskollege...

Helsinki/Washington (APA/dpa/Reuters/AFP) - US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über sein Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin geäußert. „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte Trump am Montag in Helsinki bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin zum Abschluss ihres ersten Gipfeltreffens. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“

Trump und Putin waren am Montag rund zwei Stunden zu einem Vier-Augengespräch in der finnischen Hauptstadt zusammengekommen. Anschließend hatten die beiden Präsidenten ihr Treffen in größerer Runde fortgesetzt. Daran nahmen unter anderem auch die Außenminister Mike Pompeo und Sergej Lawrow teil.

Nach Einschätzung Trumps hat der Gipfel zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen beigetragen. „Unsere Beziehung war nie schlechter als sie es jetzt ist“, sagte er bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin weiter. Das habe sich nun mit den Gesprächen in Helsinki geändert.

Bei dem Gipfeltreffen wurde nach den Worten von Trump auch lange über eine angebliche Einmischung Russlands in die US-Wahlen gesprochen. Putin bekräftigt seine Position, dass sich Russland niemals in US-Wahlen eingemischt habe. „Ich musste wiederholen, was ich bereits mehrmals gesagt habe: Die russische Regierung hat sich nie (...) in den US-Wahlkampf eingemischt“, sagte Putin.

Trump beteuerte einmal mehr, dass es keine „geheimen Absprachen“ („collusion“) zwischen dem Umfeld seiner Wahlkampagne und offiziellen Vertretern Russlands gegeben habe. „Geheime Absprachen“ stellen aber noch keinen Straftatbestand dar - im Gegensatz zur „Verschwörung“ (conspiracy), ein Delikt, das gesetzlich in den USA klar definiert ist.

Drei Tage vor dem Treffen in Helsinki hatte die US-Justiz Anklage gegen zwölf Angehörige des russischen Militärnachrichtendienstes erhoben. Sie erfolgte in Zusammenhang mit der Untersuchung des US-Sonderermittlers Robert Mueller, der den Vorwürfen gegen Russland nachgeht. Nach Auffassung der US-Geheimdienste wollte Russland mittels Propaganda und Cyberangriffen der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton schaden, um dem Republikaner Trump zum Sieg zu verhelfen.


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