Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

Frankfurt am Main (APA) - Zum Wochenstart sind die Leitbörsen Europas uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel am Monta...

Frankfurt am Main (APA) - Zum Wochenstart sind die Leitbörsen Europas uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel am Montag um 0,16 Prozent auf 3.449,08 Einheiten.

Der Wochenstart verlief orientierungslos. Vor der nahenden Flut an Unternehmenszahlen im Rahmen der anlaufenden Berichtssaison in den USA hielten sich die Anleger zunächst zurück. Daneben behielten sie wichtige internationale Gipfeltreffen im Auge. Während US-Präsident Donald Trump heute mit dem russischen Premierminister Vladimir Putin in Helsinki zusammengekommen ist, hat sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit Chinas Premier Li Keqiang in Peking zu Verhandlungen getroffen.

Bei der zur Stunde laufenden gemeinsamen Pressekonferenz sprach der russische Präsident Vladimir Putin von offenen und nützlichen Gesprächen mit Donald Trump. Trump zufolge habe das Gipfeltreffen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen beigetragen. Indessen hat der chinesische Ministerpräsidenten Li Keqiang im Rahmen des EU-China-Gipfels betont, dass China keinen Handelskrieg mit den USA wolle. „Niemand geht aus einem Handelskrieg als Sieger hervor,“ sagte Li Keqiang.

Konjunkturseitig blieb es in Europas ruhig. Am Nachmittag kamen robuste Konjunkturdaten aus dem USA. So sind die Einzelhandelsumsätze in den USA im Juni den fünften Monat in Folge gestiegen. Zudem hat sich die Industriestimmung im Bundesstaat New York weniger eingetrübt als erwartet.

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Unter den Einzelwerten stachen Deutsche Bank mit einem Kursplus von 7,28 Prozent positiv hervor. Das Kreditinstitut erzielte im zweiten Quartal überraschend viel Gewinn. Nach Steuern blieben der Bank rund 400 Mio. Euro übrig. Im Durchschnitt lagen die Schätzungen der Analysten bei 159 Mio. Euro. Zudem erklärte die Deutsche Bank die Schrumpfphase für zu Ende, sie will ihre Position im Zahlungsverkehr durch die Übernahme von Finanztechnologiefirmen ausbauen.

Auf der Verliererseite waren dagegen Öl- und Versorgeraktien zu sehen. Im Zuge starker Kursverluste bei Rohöl gaben Total 1,01 Prozent ab. Eni verloren 1,39 Prozent und Engie gingen um 0,92 Prozent schwächer aus dem Handel.

Im Zuge der Luftfahrtmesse im englischen Farnborough meldete Airbus einen Großauftrag. Die taiwanesische Fluggesellschaft Starlux will 17 Exemplare des jüngsten Langstreckenjets A350 kaufen, gab Airbus bekannt. Die Aktien gaben dennoch 0,43 Prozent ab.

In Paris traten Renault-Papiere mit plus 0,05 Prozent auf der Stelle. Der französische Autobauer hat im ersten Halbjahr 2018 so viele Autos verkauft wie noch nie in diesem Zeitraum. Von Jänner bis Juli stieg die Verkaufszahl um fast zehn Prozent zum Vorjahreszeitraum auf knapp 2,1 Millionen Fahrzeuge.

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Index Aktuell Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.291,32 6,18 0,19 3.285,14 Frankfurt DAX 12.561,02 20,29 0,16 12.540,73 London FT-SE-100 7.600,45 -61,42 -0,80 7.661,87 Paris CAC-40 5.409,43 -19,77 -0,36 5.429,20 Zürich SPI 10.595,33 -10,81 -0,10 10.606,14 Mailand FTSEMIB 21.822,96 -69,39 -0,32 21.892,35 Madrid IBEX-35 9.716,90 -17,90 -0,18 9.734,80 Amsterdam AEX 558,35 -1,77 -0,32 560,12 Brüssel BEL-20 3.806,67 2,59 0,07 3.804,08 Stockholm SX Gesamt 1.552,75 1,87 0,12 1.550,88 Europa Euro-Stoxx-5 3.449,08 -5,46 -0,16 3.454,54

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Euro-Stoxx 383,42 -0,26 -0,07 383,68 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA420 2018-07-16/18:07


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