Putin bot Trump Entgegenkommen in der Energiepolitik an

Helsinki/Kiew (APA/AFP) - Der russische Staatschef Wladimir Putin hat US-Präsident Donald Trump bei ihrem Gipfel in Helsinki Entgegenkommen ...

Helsinki/Kiew (APA/AFP) - Der russische Staatschef Wladimir Putin hat US-Präsident Donald Trump bei ihrem Gipfel in Helsinki Entgegenkommen in der Energiepolitik signalisiert.

Putin ging am Montag bei der Abschluss-Pressekonferenz des Gipfels auf Trumps Sorge ein, Russland könnte wegen der Spannungen mit der Ukraine die Durchleitung von Erdgas durch das Nachbarland einstellen. Sein Land sei „bereit, diesen Transit beizubehalten“, sagte der Kreml-Chef.

Putin führte aus, das Ende kommenden Jahres auslaufende Transit-Abkommen mit der Ukraine könne verlängert werden, wenn das Schiedsgericht in Stockholm den Streit zwischen den beteiligten Handelspartnern beilege. Außerdem schlug er dem US-Präsidenten vor, bei der Regulierung der Märkte für Erdöl und Schiefergas zu kooperieren. „Wir können auf konstruktive Weise zusammenarbeiten, um die internationalen Märkte zu regulieren, denn wir sind nicht an einem extremen Preissturz interessiert“, sagte Putin.

Der ukrainische Gaskonzern Naftogaz und der russische Energieriese Gazprom streiten sich seit Jahren über die Durchleitung von russischem Gas durch die Ukraine in andere europäische Länder. Der Konflikt hatte sich nach der russischen Annexion der Krim vor gut vier Jahren weiter verschärft.

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Russland hat den Gas-Transit durch die Ukraine bereits deutlich verringert. Ende kommenden Jahres soll die Pipeline Nord Stream 2 in Betrieb gehen, mit der Erdgas durch die Ostsee direkt nach Deutschland geleitet und damit die Ukraine umgangen werden soll.

Putin und Trump hatten sich am Montag in der finnischen Hauptstadt Helsinki zu ihrem ersten bilateralen Gipfel getroffen. Dabei hatten sich die beiden Staatschefs einander angenähert. Vergangene Woche hatte Trump Deutschland vorgeworfen, stark abhängig von russischen Gaslieferungen und daher ein „Gefangener Russlands“ zu sein.


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