Mayerl gibt Obmannschaft der Bezirks-ÖVP in Osttirol auf

Beim Parteitag im Herbst wird Martin Mayerl nicht mehr kandidieren. Bernhard Webhofer strebt Mayerls Nachfolge an.

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Von Catharina Oblasser

Lienz –Martin Mayerl ist seit 2013 Bezirksobmann der ÖVP in Osttirol. Der 48-Jährige ist Geschäftsführer des Maschinenrings, Bauer in Dölsach und Abgeordneter zum Tiroler Landtag. Letzteres gibt Mayerl auch als Grund für seine Entscheidung an, nicht wieder als Obmann zu kandidieren. Der ordentliche Parteitag mit Neuwahlen soll im Herbst stattfinden. „Die Arbeit im Landtag ist sehr zeitintensiv“, so Mayerl. Zusätzlich sollte sich der Bezirksobmann auch noch für die Basisarbeit in den Gemeinden engagieren, meint er. „Was das betrifft, so tut sich ein Bürgermeister da sicherlich leichter.“

Ein Bürgermeister, das ist Bernhard Webhofer. Er ist Versicherungsmitarbeiter, Nebenerwerbsbauer und Ortschef von Gaimberg. Webhofer zeigt sich von Mayerls Rückzug überrascht. „Eigentlich haben wir in Erwägung gezogen, dass Mayerl Obmann bleibt und ich sein Stellvertreter werde, oder Ähnliches.“ Doch da die Entscheidung nun gefallen ist, spricht der Gaimberger offen aus, dass er Mayerls Nachfolger werden will: „Ich bin politisch interessiert und will mich in der Bezirkspartei stärker einbringen.“ Webhofer wäre gewissermaßen ein Quereinsteiger, da er zurzeit nicht zum Bezirksparteivorstand gehört.

Die Kandidatur zum neuen Obmann oder zur neuen Obfrau ist grundsätzlich jedem Parteimitglied erlaubt. In der Praxis will der zwölfköpfige Vorstand aber einen gemeinsamen Wahlvorschlag finden, der dann vor den etwa 160 stimmberechtigten Delegierten zur Abstimmung kommt. Auch Webhofer betont, sich der Entscheidung des Vorstands unterzuordnen.

Neu gewählt werden auch die drei Stellvertreter des Bezirksparteiobmanns. Zurzeit sind das Elisabeth Greiderer, Christian Steininger und Matthias Scherer.

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