Gewerkschaft fordert von Macron andere Sozialpolitik

Paris (APA/AFP) - Die einflussreiche französische Gewerkschaft CGT hat von Präsident Emmanuel Macron eine andere Sozialpolitik verlangt. CGT...

Paris (APA/AFP) - Die einflussreiche französische Gewerkschaft CGT hat von Präsident Emmanuel Macron eine andere Sozialpolitik verlangt. CGT-Chef Philippe Martinez sagte am Dienstag im Radiosender France Inter, Macron müsse „aufhören, die Franzosen zu spalten“. Linke und Gewerkschaften werfen Macron vor, ein „Präsident der Reichen“ zu sein.

Der Staatschef verhandelte am Dienstag erstmals mit allen Gewerkschaften und den Vertretern der Arbeitgeber. Bei dem Treffen mit den Sozialpartnern geht es um weitere Reformvorhaben - unter anderem bei der Arbeitslosenversicherung. Für September hat Macron zudem einen Pakt gegen Armut angekündigt. „Ich erwarte, dass er von Kaufkraft redet, von einer Erhöhung der Gehälter und der Pensionen“, sagte Martinez.

Zuletzt hatte der Streit über die inzwischen verabschiedete Bahnreform die Gewerkschaften und den Präsidenten entzweit. Die CGT erwägt für den 27. Juli einen weiteren Streikaufruf. Die große Streikwelle aller Gewerkschaften war im Juni nach dreimonatigen Ausständen zu Ende gegangen.


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