Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf einheitlich etwas schwächer notiert. Der 50 führende Un...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf einheitlich etwas schwächer notiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 13,89 Einheiten oder 0,40 Prozent auf 3.435,19 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.35 Uhr mit 12.540,15 Punkten und minus 20,87 Einheiten oder 0,17 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 6,33 Zähler oder 0,08 Prozent und steht nun bei 7.594,12 Stellen.

Marktbeobachter hatten vorbörslich erwartet, dass sich die Anleger zurückhalten würden. Tatsächlich fanden die europäischen Indizes keine eindeutige Richtung. Die Nachrichtenlage gestaltete sich auch im Verlauf übersichtlich. Die Inflation in Italien etwa hat sich im Juni weniger als zunächst ermittelt beschleunigt. Die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise lagen um 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert, wie das nationale Statistikamt Istat am Dienstag in Rom laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Zunächst war ein Anstieg von 1,5 Prozent ermittelt worden.

Die Europäische Union hat mit Japan ihr bisher größtes Freihandelsabkommen unterzeichnet. Das gaben der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe sowie EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Dienstag in Tokio bekannt. Der seit 2013 vorbereitete Pakt soll Zölle und andere Handelshemmnisse abbauen, um das Wachstum anzukurbeln und neue Jobs zu schaffen.

Im Verlauf könnten noch Konjunkturdaten aus den USA für Impulse sorgen. Dort steht die Veröffentlichung der Entwicklung der Industrieproduktion im Juni sowie der NAHB-Wohnungsmarktindex an. Am Vormittag hatten vor allem Analystenkommentare für Kursbewegungen bei europäischen Aktien gesorgt.

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Die Anteilsscheine des Sportartikelkonzerns Adidas (minus 1,35 Prozent) wurden inzwischen am Ende des Euro-Stoxx-50 von Papieren aus dem Telekomsektor abgelöst. Der Kurs von Telefonica gab um 1,72 Prozent nach und die Aktien des Mobilfunkers Orange verloren um 2,44 Prozent. Adidas hatten sich am Vormittag von einer Analyse von Wells Fargo belastet gezeigt.

An die Spitze des Leitindex für die Eurozone kletterten am frühen Nachmittag die Werte des Chemiekonzerns BASF. Sie verteuerten sich um 1,29 Prozent und standen vor Allianz (plus 0,82 Prozent) und Safran (plus 0,80 Prozent) an erster Stelle im Euro-Stoxx-50.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA277 2018-07-17/13:45


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