Bayern will führender Standort für Flugtaxis werden

Es gehe hier um eine „ganz neue Epoche“ und auch um viele Arbeitskräfte, sagte Ministerpräsident Söder. Mehrere Unternehmen arbeiten bereits an Flugtaxis, darunter Rolls-Royce.

Flugtaxis sind im Kommen: Der Prototyp des chinesischen Herstellers Ehang kann entsprechend einer einprogrammierten Route autonom von einem Ort zum anderen fliegen.
© ehang

München – Bayern will führender Standort für die Entwicklung und den Bau von Flugtaxis und elektrisch betriebenen Flugzeugen werden. „Ich glaube, das ist der Markt der Zukunft“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München. Es gehe hier um eine „ganz neue Epoche“ und auch um viele Arbeitskräfte. „Lufttaxi klingt immer so lustig, ist aber viel mehr“, sagte Söder. Es handle sich um eine „sehr sympathische Form des Verkehrs“.

Söder will am Dienstag mit seinem Kabinett darüber beraten, welche politischen Weichenstellungen für eine neue Strategie in der Luftmobilität nötig sind und auch erste Beschlüsse treffen. Der Ministerpräsident sagte, das erste große Ziel sei, dass die Unternehmen ihre Fluggeräte auch testen dürfen - das ist derzeit noch nicht möglich.

Rolls-Royce stellte Prototyp vor

Der britische Motorenhersteller Rolls-Royce hat indes auf der Luftfahrtmesse in Farnborough sein Konzept für ein fliegendes Taxi mit Gas- und Elektroantrieb vorgestellt. Ein Prototyp könne innerhalb der kommenden 18 Monate gebaut werden, teilte Rolls-Royce mit. Das E-Flugtaxi soll bis zu 800 Kilometer weit fliegen können - mit einer Geschwindigkeit von über 300 Kilometern pro Stunde.

Mehrere Unternehmen arbeiten bereits an Flugtaxis, darunter der Fahrdienstvermittler Uber, das von Google unterstützte Start-up Kitty Hawk, Lilium Aviation in Deutschland, Safran in Frankreich oder Honeywell in den USA. „In diesem Markt werden wir ein Ding wie dieses in drei bis fünf Jahren sehen“, sagte Rolls-Royce-Manager Rob Watson. Rolls-Royce werde Ende 2019 soweit sein. (APA/AFP)

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