Vier junge Männer wegen Körperverletzung und Einbrüchen verurteilt

Klagenfurt (APA) - Vier junge Männer sind am Dienstag wegen Raubes, Körperverletzung, Einbrüchen und anderen Delikten am Landesgericht Klage...

Klagenfurt (APA) - Vier junge Männer sind am Dienstag wegen Raubes, Körperverletzung, Einbrüchen und anderen Delikten am Landesgericht Klagenfurt vor einem Schöffensenat gestanden. Den Raub bestritten sie, die anderen Delikte gaben sie zu. Der Senat unter Vorsitz von Richter Michael Schofnegger verurteilte alle vier zu unbedingten Haftstrafen, der Raubvorwurf wird im August extra verhandelt, weil ein Zeuge fehlte.

Eine bis sechs Vorstrafen weisen die vier Angeklagten auf, der älteste ist knapp 20 Jahre alt. Alle sind sie wegen Raubes schon einmal verurteilt worden, einige von ihnen haben sogar schon mehrere Überfälle begangen. Den ihnen diesmal angelasteten Überfall bestreiten sie allerdings. Geständig waren sie hinsichtlich der schweren Körperverletzung: Ein junger Mann, der einem der Burschen Geld schuldete, wurde in eine Wohnung gelockt, dort mit einem Messer bedroht, mit einem Gürtel geschlagen, getreten, verletzt, gequält und gedemütigt. Die Szenen wurden gefilmt und ins Internet gestellt. „So geht es jedem, der mir mein Geld nicht zurückzahlt“, so der Kommentar des Erstangeklagten.

Vor den Schöffen gaben sie sich friedfertig und reumütig, Staatsanwältin Doris Kügler forderte nichtsdestotrotz neben Haftstrafen auch den Widerruf aller bisher bedingt nachgesehenen Strafen aus den bisherigen Verurteilungen. Die Verteidiger baten darum, genau das nicht zu tun, um den Burschen zu ermöglichen, eine Ausbildung zu machen. Der Hauptangeklagte erhielt am Ende 21 Monate unbedingt, die anderen zwölf bzw. 13 Monate. Die bedingten Strafen wurden nicht widerrufen, allerdings wurde die Probezeit auf fünf Jahre verlängert. Alle vier nahmen die Urteile an, die Staatsanwältin verzichtete ebenfalls auf Rechtsmittel, die Urteile sind also rechtskräftig. Im August wird dann der Prozess gegen das Quartett bezüglich des Raubes fortgesetzt.

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