US-Börsen drehen im Verlauf ins Plus

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Dienstag nach einem verhaltenen Frühhandel im Verlauf moderat im Plus gezeigt. Gegen 18.50 Uhr ...

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Dienstag nach einem verhaltenen Frühhandel im Verlauf moderat im Plus gezeigt. Gegen 18.50 Uhr erhöhte sich der Dow Jones um 45,67 Zähler oder 0,18 Prozent auf 25.110,03 Punkten. Der S&P-500 Index stieg um 10,55 Punkte oder 0,38 Prozent auf 2.808,98 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gewann um 41,20 Zähler oder 0,53 Prozent auf 7.846,92 Einheiten.

In den Fokus der Anleger rücken heute vor allem neue Quartalsergebnisse. Daneben standen Daten zur Industrieproduktion und zum Wohnungsmarkt sowie die halbjährliche Anhörung des Chefs der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, vor dem US-Kongress auf der Agenda.

Die Industrieproduktion hat in den USA im Juni stärker zugelegt als erwartet. Die Gesamtproduktion stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent, teilte die US-Notenbank Fed mit. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs von 0,5 Prozent erwartet.

Auf dem Häusermarkt blieb die Lage dagegen stabil. Der NAHB-Hausmarkt-Index verharrte im Juli bei 68 Zähler. Analysten hatten mit der Stagnation gerechnet. Der Index liegt damit weiter auf hohem Niveau.

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US-Notenbankchef Jerome Powell zeigte sich indessen trotz der Gefahr eines sich zuspitzenden Handelsstreits optimistisch für die US-Wirtschaft. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell laut Redetext. Daher sei es aktuell der beste Weg, die Leitzinsen graduell weiter anzuheben, um mit dem Konjunkturaufschwung Schritt zu halten.

Mit Quartalszahlen rückten vor allem Goldman Sachs in den Fokus. Die Bank hat im zweiten Quartal dank guter Geschäfte an den Kapitalmärkten deutlich mehr verdient als erwartet. Der Überschuss stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 44 Prozent auf 2,35 Mrd. Dollar. Die Aktie fiel dennoch um 1,49 Prozent. Für Zurückhaltung bei den Anlegern könnte der angekündigte Chefwechsel gesorgt haben. So gab Goldman bekannt, dass Lloyd Blankfein Ende September als Vorstandschef zurücktreten und zum Jahresende den Verwaltungsratsvorsitz abgeben wird. Sein Nachfolger auf beiden Posten wird Vorstand David Solomon.

Daneben verloren die Titel des US-Krankenversicherers UnitedHealth 2,78 Prozent, obwohl der Konzern nach einem guten Quartal noch zuversichtlicher für 2018 geworden war.

Die Anteilsscheine von Johnson & Johnson (J&J) gehörten dagegen mit plus 3,55 Prozent zu den klaren Gewinnern im Dow Jones. Der Hersteller von Medizintechnik, Konsumgütern und Pharmazeutika konnte mit seinen Geschäftszahlen überzeugen. Im zweiten Quartal profitierte J&J vor allem von seinem Pharmageschäft. Hinzu kamen günstige Wechselkurse. Der Umsatz stieg um 10,6 Prozent auf knapp 21 Mrd. US-Dollar.

Einen Kursrutsch erlitten die Papiere des Streaminganbieters Netflix, die nach Zahlen um 4,32 Prozent absackten. Netflix hat die Investoren mit einem überraschend schwachen Nutzerwachstum im zweiten Quartal enttäuscht. Auch Umsatz und Ausblick blieben hinter den Erwartungen zurück.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA471 2018-07-17/18:53


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