US-Börsen

New York (APA) - Die US-Börsen haben den Handel am Dienstag einheitlich im Plus beendet. Unterstützt wurden die Indizes von den jüngsten Aus...

New York (APA) - Die US-Börsen haben den Handel am Dienstag einheitlich im Plus beendet. Unterstützt wurden die Indizes von den jüngsten Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell, hieß es aus dem Handel. In den Fokus rückten zu dem neue Unternehmensergebnisse wichtiger Dow-Werte.

Der Dow Jones stieg um 55,53 Einheiten oder 0,22 Prozent auf 25.119,89 Zähler. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index gewann 11,12 Punkte (plus 0,40 Prozent) auf 2.809,55 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 49,40 Einheiten oder 0,63 Prozent auf 7.855,12 Zähler.

Bei der halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress hat sich der Chefs der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, optimistisch für die US-Wirtschaft gezeigt. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell laut Redetext. Daher sei es aktuell der beste Weg, die Leitzinsen graduell weiter anzuheben.

Zurückhaltend äußerte sich Powell indessen zu den von Trump ausgelösten Handelskonflikten. Es sei noch unklar, wie diese Konflikte ausgehen werden, sagte Powell. Protektionismus belaste die wirtschaftliche Entwicklung. Die Europäische Union sei aus seiner Sicht nicht der Feind der USA. Er widersprach damit Aussagen von Trump.

Mit Quartalszahlen rückten indessen Goldman Sachs in den Fokus. Die Bank hat im zweiten Quartal dank guter Geschäfte an den Kapitalmärkten deutlich mehr verdient als erwartet. Der Überschuss stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 44 Prozent auf 2,35 Mrd. Dollar. Die Aktie fiel dennoch um 0,2 Prozent. Für Zurückhaltung bei den Anlegern könnte der angekündigte Chefwechsel gesorgt haben. So gab Goldman bekannt, dass Lloyd Blankfein Ende September als Vorstandschef zurücktreten und zum Jahresende den Verwaltungsratsvorsitz abgeben wird. Sein Nachfolger auf beiden Posten wird Vorstand David Solomon.

Die Titel des US-Krankenversicherers UnitedHealth verloren indessen 2,6 Prozent und rutschten damit ans Ende des Dow Jones ab. Dass der Konzern nach einem guten Quartal noch zuversichtlicher geworden war, half dem Kurs nicht auf die Sprünge. Der Mittelwert der Prognosespanne für den Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Johnson & Johnson (J&J) kletterten dagegen um 3,5 Prozent nach oben und damit an die Dow-Spitze. Der Hersteller von Medizintechnik, Konsumgütern und Pharmazeutika konnte mit seinen Geschäftszahlen überzeugen. Im zweiten Quartal profitierte J&J vor allem von seinem Pharmageschäft. Hinzu kamen günstige Wechselkurse. Der Umsatz stieg um 10,6 Prozent auf knapp 21 Mrd. US-Dollar.

Bei Netflix ging es dagegen bis Handelsschluss um rund fünf Prozent bergab. Damit konnten die Aktien einen Gutteil ihrer anfänglichen Abschlägen wieder wettmachen, im Frühhandel waren die Papiere noch um rund 14 Prozent abgesackt. Netflix hat die Investoren mit einem überraschend schwachen Nutzerwachstum im zweiten Quartal enttäuscht. Auch Umsatz und Ausblick blieben hinter den Erwartungen zurück.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA518 2018-07-17/22:27


Kommentieren