Bei Einbrüchen in Kärnten Schmuck um 150.000 Euro erbeutet: Haft

Klagenfurt (APA) - Wegen gewerbsmäßig schweren Einbruchsdiebstahls ist am Mittwoch ein 40-jähriger Mann am Landesgericht Klagenfurt zu 27 Mo...

Klagenfurt (APA) - Wegen gewerbsmäßig schweren Einbruchsdiebstahls ist am Mittwoch ein 40-jähriger Mann am Landesgericht Klagenfurt zu 27 Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann, er stammt aus Serbien, hatte bei 21 Einbrüchen in Klagenfurt und Umgebung Schmuck im Wert von mehr als 150.000 Euro erbeutet. Das Urteil ist rechtskräftig.

„Ende 2015 hatte der Angeklagte die Idee, sein Einkommen durch Einbrüche aufzubessern“, sagte Staatsanwältin Sandra Agnoli in ihrem Anklagevortrag. Von Jänner 2016 bis April 2017 fuhr er regelmäßig nach Kärnten, brach dort über Balkontüren oder Fenster in Häuser ein und verschwand wieder. Im November 2017 war er schließlich aus Kroatien nach Österreich ausgeliefert worden, dort war er wegen eines europäischen Haftbefehls verhaftet worden. Die Beweislast war erdrückend: An insgesamt neun Tatorten wurden DNA-Spuren des 40-Jährigen sichergestellt, mehrmals fanden die Kriminalisten auch Schuhabdrücke von ihm. Schließlich wurde auch ein Teil der Beute sichergestellt: Sie war in Müllsäcken am Sattnitzfluss versteckt. Neben Diebesgut von Tatorten, bei denen Spuren des Angeklagten gefunden wurden, enthielten die Müllsäcke auch Beute von Einbrüchen, bei denen keine Spuren hinterlassen wurden, weshalb man auf die Gesamtzahl von 21 Einbrüchen kam.

Der Serbe gestand vor dem Schöffensenat unter dem Vorsitz von Richter Uwe Dumelpnik alle ihm zur Last gelegten Taten. Auch der Wert seiner Beute werde stimmen, meinte er vor Gericht: „Ich glaube nicht, dass die Leute beim Wert lügen.“ Mehrere Opfer des 40-Jährigen waren zur Verhandlung gekommen, zwei von ihnen meldeten Privatbeteiligtenansprüche in Höhe von insgesamt mehr als 24.000 Euro an. „Ich verzichte darauf“, meinte hingegen eine ältere Dame, „mir wurden auch Sachen gestohlen, die noch von meinem Mann waren. Diesen Schaden kann mir niemand mehr ersetzen. Und auch die Angst vor einem neuen Einbruch kann mir niemand nehmen.“

„Ihr Geständnis heute ist Ihnen zugutegekommen“, sagte Richter Dumpenik in seiner Urteilsbegründung - ansonsten wäre die Haftstrafe wesentlich höher ausgefallen. Eine Strafe von weniger als zwei Jahren Haft wäre allerdings eine Bagatellisierung der Taten. Der bisher unbescholtene 40-Jährige nahm das Urteil an, Staatsanwältin Agnoli erklärte Rechtsmittelverzicht.


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