Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben zur Wochenmitte keine einheitliche Richtung gefunden. Kursverluste gab es in Chin...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben zur Wochenmitte keine einheitliche Richtung gefunden. Kursverluste gab es in China und Indien. Der Shanghai Composite büßte 0,39 Prozent auf 2.787,26 Punkte ein.

In Hongkong verlor der Hang Seng 0,23 Prozent auf 28.117,42 Einheiten. In Mumbai tendierte der indische Leitindex Sensex-30 zuletzt um 0,38 Prozent tiefer bei 36.380,61 Zählern.

Kursgewinne verzeichneten hingegen die Märkte in Japan und Australien. In Tokio stieg der Nikkei-225 um 0,43 Prozent auf 22.794,19 Punkte. In Sydney gewann der All Ordinaries 0,65 Prozent auf 6.329,10 Einheiten.

Am japanischen Aktienmarkt stützte der etwas schwächere Yen einige exportorientierte Titel. So stiegen etwa bei den Automobilwerten Mitsubishi Motors im Spitzenfeld des Nikkei-225 um 2,23 Prozent und Mazda-Aktien legten 1,41 Prozent zu. Im Fotobereich legten Fujifilm-Papiere um 1,93 Prozent zu und Anteilsscheine von Nikon gewannen 1,41 Prozent.

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Positiv aufgenommen wurden außerdem Aussagen von Jerome Powell vom Vorabend. Der US-Notenbankchef sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines sich zuspitzenden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.

In China lastet hingegen nach wie vor der Handelskonflikt mit den USA auf den Kursen. Am Mittwochvormittag wurde nun außerdem bekannt, dass die EU vorläufige Anti-Dumping-Zölle gegen chinesische E-Bikes verhängt.

Bei den Einzelwerten in Shanghai verloren Air-China-Aktien 3,24 Prozent. Die Behörden haben über das Unternehmen eine Strafzahlung verhängt und seine Flugkapazitäten reduziert, nachdem in der Vorwoche der Co-Pilot einer Air-China-Maschine im Cockpit eine E-Zigarette geraucht und damit ein Absacken über 7.600 Meter in die Tiefe ausgelöst hatte. Um den Rauch abziehen zu lassen, hatte er zwei falsche Knöpfe gedrückt, wodurch der Kabinendruck fiel und die Boeing 737 zwangsweise in steilen Sinkflug ging.

In Sydney zogen die Papiere von BHP Billiton um 2,68 Prozent an. Der Bergbaukonzern hatte für das abgelaufene Quartal einen Anstieg seiner Eisenerzproduktion von 3 Prozent gemeldet und damit die Erwartungen von Analysten übertroffen. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr angehoben.


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