Burgenlands Grüne setzen sich für mobile Schlachtung ein

Leithaprodersdorf (APA) - Die burgenländischen Grünen setzen sich für die mobile und somit stressfreie Schlachtung von Tieren ein. „Gerade d...

Leithaprodersdorf (APA) - Die burgenländischen Grünen setzen sich für die mobile und somit stressfreie Schlachtung von Tieren ein. „Gerade die vorbereitenden Handlungen bei der Schlachtung, wie etwa das Einfangen oder Trennen von der Herde, das Verladen und der Transport zum Schlachthof stellen für das Tier enorme Stress- und Angstfaktoren dar“, erklärte Landessprecherin Regina Petrik am Mittwoch.

Der Stress führe laut Petrik auch zu einer Verminderung der Fleischqualität. „Werden Tiere in ihrem gewohnten Lebensumfeld geschlachtet, dann können diese Grausamkeiten vermieden werden“, so die Landessprecherin. Sie hält die Ermöglichung der stressfreien Schlachtung am eigenen Hof „gerade für die im Burgenland so wichtigen bäuerlichen Landwirtschaften“ für einen wichtigen Schritt, „um den gesamten Prozess von der Aufzucht über die Schlachtung bis hin zur Vermarktung selber kontrollieren zu können“. „Das ist nicht nur im Sinne des Tierwohls, sondern das hält auch die Wertschöpfung am Hof und damit in der Region“, erläuterte sie.

Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen bereits bei der letzten Landtagssitzung am 5. Juli eingebracht. Darin fordern sie die Möglichkeit, mobile Schlachtanlagen zum Ab-Hof-Verkauf und bei Rindern in ganzjähriger Weidehaltung die Weideschlachtung zu bewilligen. „Am 5. September gelangt dies dann in den Ausschuss und ich hoffe, dass wir die anderen Fraktionen überzeugen können, damit es zügig zu einer Gesetzesänderung kommt. Ich bin auch überzeugt davon, dass die zuständige Landesrätin (Verena Dunst, SPÖ, Anm.) dies unterstützt“, so Petrik zur APA.

Eine andere Lösung für eine stressfreie Schlachtung hat sich Landwirt und Gastronom Bernhard Liszt, der die Grüne Initiative unterstützt, überlegt: „Den größten Stress für das Tier verursacht das Einfangen. Dafür habe ich nun einen Käfig entwickelt, in den sich die Tiere von selbst begeben, wenn sie dort besonderes Futter finden. Da das Schwein gleich in diesem Käfig auf den Transporter gehoben wird, erspare ich ihm den enormen Stress des Ein- und Ausladens“, schilderte Liszt.

~ WEB http://www.gruene.at ~ APA200 2018-07-18/11:45


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