Serbiens Regierung sucht strategischen Partner für Kupferproduzenten

Belgrad (APA) - Serbiens Regierung sucht einen strategischen Partner für den staatlichen Kupferproduzenten RTB in Bor. Der potenzielle Partn...

Belgrad (APA) - Serbiens Regierung sucht einen strategischen Partner für den staatlichen Kupferproduzenten RTB in Bor. Der potenzielle Partner soll laut einer heute in der Tageszeitung „Politika“ veröffentlichten Ausschreibung mindestens 350 Mio. Dollar (knapp 300 Mio. Euro) in den Betrieb mit rund 5.000 Mitarbeitern investieren.

Das Recht, sich um RTB zu bewerben, haben laut der Ausschreibung Firmen, die im letzten Geschäftsjahr mindestens 500 Mio. Dollar eingenommen haben. Die Bewerbungen sind bis 20. August einzureichen. Nach Angaben der Presseagentur Tanjug haben bisher elf Firmen aus Russland, China, Kanada, der Türkei sowie ein kasachstanisch-europäisches Konsortium Interesse am Kupferproduzenten bekundet.

Das staatliche Unternehmen, das seit Jahren als Sorgenkind der Regierung gilt, ist derzeit laut Amtsangaben mit 0,8 Prozent am Bruttoinlandsprodukt Serbiens beteiligt. Der strategische Partner soll nach Erwartungen der Ministerpräsidentin Ana Brnabic helfen, den BIP-Anteil von RTB um ein Prozent zu erhöhen.

Serbien hatte sich im Kreditabkommen mit dem IWF bereits Anfang 2015 verpflichtet, die Probleme des Kupferproduzenten und weiterer zehn staatlicher Großfirmen zu lösen. Die Schulden von RTB waren zuletzt Ende 2015 auf 500 Mio. Euro bewertet worden.

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Serbiens Regierung war bereits vor gut elf Jahren bemüht, einen Käufer für RTB zu finden. Damals hatte die A-Tec des österreichischen Industriellen Mirko Kovats den Zuschlag erhalten. Der Deal war im April 2008 allerdings geplatzt.


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