Müll aus den Spalten des Tschirgant

Der wohl markanteste Berg des Oberinntals zieht viele Bergwanderer an. Die Bergwacht Karrösten kümmert sich um den Tschirgant seit vielen Ja...

© Kienel

Der wohl markanteste Berg des Oberinntals zieht viele Bergwanderer an. Die Bergwacht Karrösten kümmert sich um den Tschirgant seit vielen Jahrzehnten: Die engangierten Mitglieder betreuen die Steige, stutzen zuweilen die Latschenfelder und sind auch Eigentümer der Bergwachthütte auf dem Weg zum Gipfel. Für heuer hat man sich ein besonderes Projekt vorgenommen. Es geht um das Aufräumen von Altlasten am Berg. Natürlich haben der Hüttenbetrieb, aber auch die Menschen am Berg ihre Müll-Spuren hinterlassen, so der Karröster Bürgermeister Oswald Krabacher.

Bereits seit einigen Wochen sind im Bereich der Hütte zwei Gruben abgezäunt. Hier hatten frühere Generationen der Hüttenbewirtschafter den anfallenden Abfall deponiert. Der Tschirgant ist bekanntlich durchzogen von ehemaligen Bergwerksstollen — „der höchste reicht über das Karröster Gipfelkreuz", weiß Krabacher. „Die Hütte wurde zwischen 1959 und 1961 errichtet und mehrmals umgebaut", erläutert der Dorfchef. Natürlich sei da viel Abfall angefallen. Und dann gibt es eben die Hinterlassenschaften so mancher Bergwanderer.

Die Arbeit ist vor allem anstrengend: Die Stollen gehen doch einige Meter in die Tiefe, so manche Glasscherbe birgt Gefahr für die Sammler in der Grube, an Seilen werden die Kübel heraufgezogen. Bislang wurden 720 Kilogramm Müll mit dem Hubschrauber, der die Bergwachthütte beliefert, ins Tal geflogen. Insgesamt rechnen die Bergwächter mit gut einer Tonne Abfall in dieser Spalte. (pascal)

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