Nach WM-Sieg: Macron nimmt Unternehmenschefs in die Pflicht

Paris (APA/dpa) - Im Kampf gegen die Benachteiligung junger Menschen und Gewalt in französischen Vorstädten nimmt Staatschef Emmanuel Macron...

Paris (APA/dpa) - Im Kampf gegen die Benachteiligung junger Menschen und Gewalt in französischen Vorstädten nimmt Staatschef Emmanuel Macron Unternehmen in die Pflicht. Die 40-Jährige traf die Chefs der hundert größten Unternehmen des Landes im Elyseepalast, um auf mehr Ausbildung und Praktika zu dringen. „Ein Land kann nicht Erfolg haben, wenn nur einige Erfolg haben“, sagte der Staatschef am Dienstagabend.

Das Treffen mit den Chefs war zwar schon länger geplant, fand aber kurz nach dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland statt. Macron hatte die Fußball-Stars um Antoine Griezmann und Kylian Mbappe ausdrücklich als Vorbilder für die Jugend gelobt.

Macron habe bei der Regierungssitzung gesagt, der WM-Sieg habe „dem Land Optimismus gegeben“ und sei eine „gute Sache“, berichtete Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Mittwoch. Macron hatte sich nach dem Sieg mit politischen Kommentaren zunächst zurückgehalten.

Die Regierung hatte im Mai ein Bündel von Maßnahmen angekündigt, um die Lage in den häufig trostlosen Vorstädten zu verbessern. Es geht dabei um eine „allgemeine Mobilisierung“ in den Bereichen Sicherheit, Ausbildung, Wohnen oder Kampf gegen Diskriminierung.


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