Italiens Opposition macht Druck für Aufnahme von tunesischem Schiff

Rom (APA) - Italiens oppositionelle Sozialdemokraten (PD) haben die Regierung in Rom aufgefordert, dem Schiff einer tunesischen Gasgesellsch...

Rom (APA) - Italiens oppositionelle Sozialdemokraten (PD) haben die Regierung in Rom aufgefordert, dem Schiff einer tunesischen Gasgesellschaft mit 40 geretteten Migranten an Bord die Landung in Italien zu erlauben. Seit einigen Tagen wartet das Schiff vor Tunesiens Küste auf Anweisungen zur Landung.

Weder Tunesien, noch Italien, noch Malta haben sich bereit erklärt, den Migranten ihre Tore zu öffnen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Mittwoch. An Bord befinden sich unter anderen acht Frauen, darunter zwei Schwangere und ein verletzter Migrant.

Die 40 Migranten waren mit einem Schlauchboot von Libyen in Richtung Italien aufgebrochen. Die tunesische Marine habe den Migranten Hilfe angeboten, diese wollten jedoch an Bord eines europäischen Schiffes genommen werden. Aufgrund des schlechten Zustandes ihres Bootes wurden die Migranten letztendlich vom tunesischen Schiff „Sarost 5“ aufgenommen, das jedoch keine Genehmigung zur Landung in Tunesien erhielt. Die Rettung erfolgte in maltesischen Gewässern, berichtete die internationale Hilfsorganisation „WatchTheMed“.

„Die Vorräte an Bord des Schiffes sind bald zu Ende. Die Barbarei auf Kosten der Migranten geht weiter“, protestierte der PD-Parlamentarier Matteo Orfini.

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