Rockerfehde in Deutschland: Zwei Österreicher im Visier der Justiz

Wels/Nürnberg (APA) - Zwei Oberösterreicher stehen nach einer blutigen Rockerfehde in Deutschland im Visier der heimischen Justiz. Die Staat...

Wels/Nürnberg (APA) - Zwei Oberösterreicher stehen nach einer blutigen Rockerfehde in Deutschland im Visier der heimischen Justiz. Die Staatsanwaltschaft Wels hat ein Verfahren wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung eröffnet. Das berichtete die Landespolizeidirektion Oberösterreich in einer Presseaussendung am Mittwoch.

Das Duo ist schon Anfang März in Wels aufgrund von EU-Haftbefehlen der Staatsanwaltschaft Nürnberg festgenommen worden. Dem 22-Jährigen und dem inzwischen 26-Jährigen wird vorgeworfen, sie hätten zusammen mit zwei weiteren Beschuldigten am 25. Oktober vergangenen Jahres fünf Mitglieder einer Nürnberger Rockergruppierung brutal zusammengeschlagen. Zumindest ein Täter dürfte mit einem Golfschläger zugeschlagen und damit erhebliche Verletzungen beziehungsweise den Tod der Angegriffenen in Kauf genommen haben. Das Motiv: Die Attackierten hätten ohne Einverständnis der Clubführung eine neue Ortsgruppe - ein sogenanntes „Chapter“ - gründen wollen.

Vor und nach der blutigen Auseinandersetzung wurde die Clubeinrichtung des Chapters zerstört und dadurch ein erheblicher Sachschaden verursacht. Außerdem sollen die Beschuldigten Clubkleidung ihrer Opfer im Wert von 1.500 bis 1.800 Euro gestohlen haben. In dem Fall wurden je zwei EU-Haftbefehle in Deutschland und in Österreich sowie einer in Italien, Durchsuchungen in diesen Ländern vollzogen. Die zwei Österreicher wurden nicht nach Deutschland ausgeliefert. Deshalb eröffnete von der Staatsanwaltschaft Wels ein eigenes Verfahren wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung. Das Duo ist laut Polizei geständig. Es habe im Auftrag des Präsidenten der Rockergruppierung bei der Tat mitgewirkt.


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