Strafzölle - Aluminiumkonzern Alcoa senkt Gewinnziel

Pittsburgh (Pennsylvania) (APA/Reuters) - Der Aluminiumproduzent Alcoa bekommt die Folgen der US-Zollpolitik zu spüren. Wegen der Abgaben st...

Pittsburgh (Pennsylvania) (APA/Reuters) - Der Aluminiumproduzent Alcoa bekommt die Folgen der US-Zollpolitik zu spüren. Wegen der Abgaben streicht das US-Unternehmen seine Jahresprognose zusammen und peilt beim operativen Gewinn (Ebitda) jetzt nur noch 3,0 bis 3,2 Mrd. Dollar (2,58 bis 2,76 Mrd. Euro) an statt bisher 3,5 bis 3,7 Mrd. Dollar.

Alcoa erklärte am Mittwoch (Ortszeit), die Zölle auf Aluminiumimporte hätten im zweiten Quartal zu Mehrkosten von 15 Mio. Dollar geführt, hauptsächlich erhoben auf Einfuhren aus Kanada, seinem größten Lieferanten. Künftig dürften sich die monatlichen Belastungen der Abgabe auf zwölf bis 14 Mio. Dollar belaufen.

Alcoa-Chef Roy Harvey sagte, dass selbst wenn alle US-Kapazitäten ausgeschöpft würden, die USA immer noch 60 Prozent ihres sogenannten Primäraluminiumbedarfs aus Kanada importieren müssten: „Kurz gesagt, die Zölle werden die Herausforderungen der Aluminiumindustrie nicht lösen.“

US-Präsident Donald Trump verhängte Zölle von 25 Prozent auf Stahlimporte und zehn Prozent auf Aluminium für Länder wie Kanada, Mexiko und die Europäische Union, die im Juni in Kraft traten. Trump will damit die US-Industrie schützen, hat aber einen umfassenden Handelskonflikt mit der EU und der Wirtschaftsgroßmacht China angezettelt.

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~ ISIN US0138171014 WEB http://www.alcoa.com/global/en/home.asp ~ APA126 2018-07-19/10:41


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