Blicke auf längst vergangene Zeiten der Via Claudia Augusta

Mit „4 Karten durch die Jahrtausende“ bekommen Einheimische und Gäste einen schnellen Einblick in die rund 2000-jährige Geschichte der Via Claudia Augusta: von den Römern bis zur Ferienregion Imst.

Diese Karte gewährt einen Einblick in den Straßenabschnitt während der Römerzeit.
© Via Claudia Augusta

Imst –Natürlich gibt es sie bereits: Radführer, Wanderführer oder auch Auto-Reiseführer zum Thema Via Claudia Augusta. Immerhin wird die einst so wichtige Römerstraße von Altino (Norditalien) bis Burghöfe an der Donau (Bayern) touristisch als Rad- und Wanderweg sehr genutzt. Doch nun haben sich die Macher von der Via Claudia Augusta für die einzelnen Regionen etwas Besonderes einfallen lassen: Jeweils für die Tourismusverbände entlang der Strecke werden drei historische und eine aktuelle Karte aufgelegt. „4 Karten durch die Jahrtausende“ nennt sich das Projekt und bietet auch für die Ferienregion Imst spannende Einblicke in die Vergangenheit.

„Imst ist vermutlich seit vorrömischer Zeit durchgehend besiedelt und war in der Römerzeit die bedeutendste Siedlung zwischen dem bayerischen Alpenvorland und Meran“, fasst Peter Tschaikner, Geschäftsführer der Via Claudia Augusta Transnational, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen: „Die relativ große Siedlung und die Lage an der Europa verbindenden Straße brachten mit sich, dass die Imster Bevölkerung weltoffen war und Imst schon zur Römerzeit eine christliche Kirche hatte. Die Besonderheit des besonders regen Bergbaus im gesamten Gurgltal wurde schon früher erwähnt.“

Die Bergbaugeschichte ist auf diesem Kartenbogen dargestellt. Dieser zeigt die Bergwerke und die Region während der frühen Neuzeit.
© Via Claudia Augusta

So befasst sich die erste historische Karte mit den Erkenntnissen der Archäologen zur Römerzeit. Sie zeigt Wachtürme, Siedlungen, Stationen und Verlauf. Die zweite Karte zeigt die Region um 1500 und die Bedeutung des Bergbaus. Karte drei legt die Welt um 1900 über das Gebiet und geht auf Pläne wie etwa die „Fernbahn“ ein. Letztlich darf im Kartenwerk der aktuelle Stand nicht fehlen.

„Jetzt haben wir auch eine Karte, die ideal ist für Gäste, Bevölkerung und Ausflügler“, freut sich der Geschäftsführer des Imst Tourismus, Thomas Köhle. „Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte“, ist Sabine Schuchter vom Museum im Ballhaus begeistert.

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In gedruckter Form sind die Karten um drei Euro (einer davon geht in die weitere Erforschung) in den TVB-Stellen sowie in der Knappenwelt erhältlich, digital können sie von der Internetseite www.viaclaudia.org heruntergeladen werden. (TT, pascal)


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