Europas Leitbörsen zu Mittag uneinheitlich

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zu Mittag uneinheitlich tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verl...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zu Mittag uneinheitlich tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,15 Prozent auf 3.479,81 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.00 Uhr mit 12.727,45 Punkten und minus 0,30 Prozent.

Der FT-SE-100 der Börse London stieg hingegen 0,17 Prozent auf 7.689,64 Stellen. Unterstützend wirkte hier der nach schwachen Einzelhandelsdaten im Vergleich zum US-Dollar gesunkene Pfund-Kurs, kommentierte ein Marktbeobachter.

Nach den jüngsten Gewinnen zeigten sich die Anleger am Donnerstag wieder zurückhaltend. Nach ersten überwiegend positiven Unternehmensbilanzen in den vergangenen Tagen gab es zudem nun auch ein paar, die negativ aufgenommen wurden.

Stärkste Branche war die der Banken, während sich der Sektor der Bergbauwerte am schwächsten zeigte. Anglo American gehörte in London zu den größten Verlierern unter den Minenwerten mit minus 1,7 Prozent. Goldman Sachs beurteilte die Produktionszahlen zwar als „stark“, die Jahresziele hingegen seien gemischt bis schwach ausgefallen.

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In der Schweiz standen unter anderem ABB und Givaudan mit ihren Zahlen im Blick. ABB gewannen 4,6 Prozent. Der Industriekonzern überzeugte im zweiten Quartal mit seinem Auftragseingang. Gewinnmitnahmen dominierten beim weltgrößten Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan, nachdem dessen Aktien erst vor wenigen Tagen auf ein Rekordhoch geklettert waren und heute um 2,6 Prozent zurückkamen. Laut den vorgelegten Zahlen wuchs der Umsatz deutlich im ersten Halbjahr, doch wegen gestiegener Rohstoffpreise verdiente Givaudan etwas weniger daran.

Unilever zeigten sich in Amsterdam und London mit leichten Zugewinnen. Streiks in Brasilien sowie negative Währungseffekte hatten die Erlöse im ersten Halbjahr belastet.

In Paris entwickelten sich die Aktienkurse von Alstom und Publicis nach Zahlen uneinheitlich. Alstom gewannen nach einem Umsatzanstieg im ersten Geschäftsquartal und bestätigten Jahreszielen moderate 0,5 Prozent. Die Werbeholding Publicis enttäuschte beim Umsatz hingegen, was zu einem Kurseinbruch von 7,4 Prozent führte.

Europas größter Softwarehersteller SAP profitiert weiter von immer besseren Geschäften mit Mietsoftware. Im zweiten Quartal trieben die Verkäufe von Anwendungen in der sogenannten Cloud Umsatz und Ergebnis nach oben. Die zuletzt stark gestiegene Aktie gab 1,4 Prozent nach.

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo hat im zweiten Quartal dank einer anhaltend hohen Nachfrage nach Baumaschinen und Lastwagen deutlich mehr verdient. Die Aktien zogen um 2,3 Prozent an.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA220 2018-07-19/12:09


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