Ärzte - Kammer verteidigt Qualitätssicherung

Wien (APA) - Die Ärztekammer hat am Freitag die Qualitätssicherung in den Arztpraxen verteidigt. Dass die ÖQMed wie vom Rechnungshof kritisi...

Wien (APA) - Die Ärztekammer hat am Freitag die Qualitätssicherung in den Arztpraxen verteidigt. Dass die ÖQMed wie vom Rechnungshof kritisiert, zu eng mit der Ärztekammer verknüpft ist, sieht der für die Qualitätskontrolle zuständige Artur Wechselberger nicht so. Gegenüber dem Ö1-“Mittagsjournal“ räumte er aber Verbesserungsmöglichkeiten bei der Transparenz ein.

„Wir müssen die Vorschläge des Rechnungshofs sehr ernst nehmen“, so Wechselberger. Vorstellbar wäre etwa, dass nicht die Ärztekammer, sondern die für die Durchführung der Qualitätssicherung zuständige ÖQMed ihre Beiträge selbst einhebt. Was die organisatorische Unabhängigkeit betrifft, erklärte der frühere ÖÄK-Präsident, dass die fachliche Kompetenz bei einem wissenschaftlichen Beirat, nicht bei der Ärztekammer liege.

Ein weiterer Kritikpunkt im RH-Bericht betraf die zu geringe Zahl an stichprobenartigen Überprüfungen. Hier verwies Wechselberger auf die Statistik, wonach ein 7-prozentiger Anteil ausreichend sei. Er gab auch zu bedenken, dass die Prüfungen organisier- und finanzierbar sein müssen, sowie auch akzeptiert werden müssen. Neun oder zehn Prozent wären auch finanzierbar, es sei aber fraglich, ob das ein Mehr an Ergebnis bringt, so Wechselberger. Die Ärzte wehren sich auch nicht gegen eine Darstellung der Ergebnisqualität, dies sei aber generell schwierig, gab er weiters zu bedenken. Das Instrument der Selbstevaluierung durch die Ärzte verteidigte er ebenfalls als „gängiges Tool“.


Kommentieren