Europas Leitbörsen zu Mittag mehrheitlich schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf mehrheitlich schwächer tendiert. Der 50 führende Unterne...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf mehrheitlich schwächer tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 11,14 Einheiten oder 0,32 Prozent auf 3.460,50 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 14.10 Uhr mit 12.601,11 Punkten und minus 85,18 Einheiten oder 0,67 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 24,21 Zähler oder 0,32 Prozent und steht nun bei 7.659,76 Stellen.

Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, wonach US-Präsident Donald Trump bereit sei, Importzölle in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar auf chinesische Waren zu verhängen. Dies habe die jüngsten Sorgen der Anleger vor einer Eskalation des internationalen Handelskonfliktes noch verschärft, sagten Börsianer.

Im DAX ging es außerdem für die Anteile der Autohersteller Daimler, Volkswagen und BMW bergab. Die Branche stand insgesamt wegen Diskussionen über drohende US-Einfuhrzölle für europäische Autos im Fokus. Das lässt Anleger bereits seit Monaten bangen. Wie am Vortag bekannt geworden war, bereitet die EU derzeit Vergeltungsmaßnahmen vor, falls die USA tatsächlich zur Tat schreiten und Zölle auf europäische Autos verhängen.

An der DAX-Spitze stiegen die Papiere von RWE 2,24 Prozent. Bei dem Energiekonzern spiegelten sich besser werdende Aussichten noch nicht im Aktienkurs wider, schrieb Analyst Nicholas Ashworth von der US-Investmentbank Morgan Stanley. Aufwärtspotenzial komme zum Beispiel von der Gewinnspanne bei der Stromerzeugung, die nach ihrem jüngsten Tiefpunkt wieder größer werde.

Unter den großen Gewinnern im Euro-Stoxx 50 befand sich auch Unilever mit 1,45 Prozent. Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Unilever nach Zahlen auf „Buy“ belassen. Das erste Halbjahr des Konsumgüterherstellers habe Licht und Schatten gezeigt, schrieb Analystin Eva Quiroga-Thiele in einer am Freitag vorliegenden Studie.

Der französische Faurecia-Konzern legte in der Früh seine Halbjahreszahlen vor und hob dabei die Ziele für das Gesamtjahr an. Dies erfolgte laut Analyst Ashik Kurian von Jefferies aber nicht so umfangreich wie von Analysten im Durchschnitt erwartet. Bei der Faurecia-Aktie kam es zu besonders deutlichen Gewinnmitnahmen. Sie rutschten an der Pariser Börse um mehr als 5 Prozent ab.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA289 2018-07-20/14:10


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