Erler Passions-Tradition

Nur alle sechs Jahre gehen die traditionsreichen Passionsspiele in Erl über die Bühne. Und für 2019 wird schon fleißig geprobt.

Eine beeindruckende Inszenierung. Auch 2019 werden rund 600 Laiendarsteller aus Erl zum Einsatz kommen.
© Erler Passionsspiele

Von Hubert Trenkwalder

Erl — Inmitten grüner Wiesen erhebt sich die imposante Architektur des Passionsspielhauses Erl. 1959 wurde es nach den Plänen von Robert Schuller erbaut, ausschließlich zum Zwecke, alle sechs Jahre Passionsspiele aufführen zu können. Diese über 400-jährige Traditio­n erhielt somit eine wetterfeste Bleibe.

Im Jahr 2019 bringen die Erler Gemeindebürger wieder ihre Passion auf die Bühne. Seit 1613 kommen sie ihrem Eid aus der Pestzeit nach und führen alle sechs Jahre Passionsspiele auf, als „Verkündigung der christlichen Botschaft des Friedens".

Die Wurzeln der Erler Passion gehen auf ein Oster­spiel des Meistersingers Sebastian Wild aus Augsburg zurück, wie der älteste Spieltext aus dem Jahr 1613 belegt. 2019 werden wieder rund 600 Laiendarsteller aus der Gemeinde voll Einsatz bei den Aufführungen dabei sein — also fast die Hälfte der Einwohner.

Ein Markenzeichen der Erler Passionsspiele sind die ausgeprägte Szenengestaltung des Kreuz­weges, eine eigens komponierte Passionsmusik, live präsentiert von Chor und Orchester, ein aktueller und moderner Text und ein stimmungs­reiches Lichtdesign.

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1500 Besucher können pro Vorstellung in den ansteigenden Sitzreihen der Aufführung folgen. Und gespielt wird von Mai bis Oktober 2019, Samstag und Sonntag, jeweils am Nachmittag(!). Eintrittskarten sind bereits erhältlich. Trailer und Info: www.passionsspiele.at.

Die Wurzeln der Erler Passion gehen auf ein Osterspiel des Meistersingers Sebastian Wild aus Augsburg zurück.
© Erler Passionsspiele

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