Griechische Polizei nahm vier Türken an Grenze zur Türkei fest

Athen (APA/dpa) - Griechenland hat vier Türken in einer Sperrzone an der Grenze zur Türkei festgenommen, nachdem es auf dem Grenzfluss Evros...

Athen (APA/dpa) - Griechenland hat vier Türken in einer Sperrzone an der Grenze zur Türkei festgenommen, nachdem es auf dem Grenzfluss Evros am Donnerstag ein Bootsunglück gegeben hatte. Dabei gab es vier Vermisste. Zwei der Festgenommenen gaben an, Journalisten zu sein, während die anderen sich als Angehörige der vermissten Familie ausgaben, wie ein Pressesprecher der griechischen Polizei am Freitag mitteilte.

Den Angaben zufolge war am Donnerstag in der Früh ein Boot mit neun türkischen Flüchtlingen auf dem Evros gekentert. Eine Mutter und ihre drei kleinen Kinder werden seitdem vermisst. Laut griechischen Medienberichten drohte den Flüchtlingen in der Türkei die Festnahme wegen des Verdachts, zur verbotenen Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen zu gehören. Die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan macht die Bewegung für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich.

Laut der griechischen Polizei wurden die vier Türken wegen der „Verletzung einer Sperrzone“ vor ein Gericht der Stadt Orestiada gebracht. Die griechisch-türkischen Beziehungen sind seit Monaten durch die Inhaftierung von zwei griechischen Soldaten in der Türkei belastet, die während einer Grenzpatrouille auf türkisches Gebiet geraten waren. Für Streit sorgt auch der Fall von acht türkischen Soldaten, die nach dem Putschversuch Asyl in Griechenland beantragt hatten.


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