Strafzölle - Le Maire: USA müssen ersten Schritt auf EU zugehen

Buenos Aires (APA/Reuters) - Ohne Aufhebung der US-Einfuhrzölle auf Aluminium und Stahl kann es nach den Worten des französischen Finanzmini...

Buenos Aires (APA/Reuters) - Ohne Aufhebung der US-Einfuhrzölle auf Aluminium und Stahl kann es nach den Worten des französischen Finanzministers Bruno Le Maire keine Verhandlungen mit der EU über ein Handelsabkommen geben. Darin seien sich Frankreich und Deutschland einig, sagte Le Maire am Samstag am Rande des G-20-Finanzministertreffens in Buenos Aires.

Erst, wenn die Regierung in Washington diesen ersten Schritt auf die Europäer zugegangen sei, könne die EU einen formalen Vorschlag für Handelsgespräche machen. „Wir warten darauf, dass die USA die notwendigen Schritte unternimmt, um aus dem Handelskrieg herauszukommen.“ Die USA müssten wieder zur Vernunft kommen und die weltweit anerkannten Regeln sowie ihre Verbündeten respektieren.

Die EU sei bereit, an einer völligen Erneuerung der Welthandelsorganisation (WTO) mitzuarbeiten. Die Verhängung von Zöllen sei aber nicht der richtige Weg, um die strittigen WTO-Probleme zu lösen, sagte Le Maire. Sollten die USA neue Zölle gegen Importe aus der EU verhängen, bleibe keine andere Wahl als erneute Vergeltungsmaßnahmen.

Am Mittwoch reisen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Handelskommissarin Cecilia Malmström nach Washington zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump über den Handelsstreit. Trump hatte der EU mit zusätzlichen Zöllen auf Autoimporte gedroht, die vor allem die deutschen Hersteller treffen würden.

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