Gefeierte syrische Ersthelfer in Not

Berlin (APA/AFP) - Im Westen werden die Weißhelme als Helden gefeiert, der syrischen Regierung jedoch sind sie verhasst: Seit 2013 retten di...

Berlin (APA/AFP) - Im Westen werden die Weißhelme als Helden gefeiert, der syrischen Regierung jedoch sind sie verhasst: Seit 2013 retten die Ersthelfer in den syrischen Rebellengebieten nach Luftangriffen Menschen aus den Trümmern zerstörter Häuser und leisten erste Hilfe. Obwohl sie ihre Neutralität betonen, sehen die syrische Regierung und Russland sie als Unterstützer der Rebellen im ausländischen Sold.

Nun hat Israel hunderte Ersthelfer und ihre Angehörigen aus den umkämpften südlichen Provinzen Daraa und Kuneitra geholt. Nach Angaben des Chefs der Weißhelme, Raed Saleh, sind mehr als 3700 Weißhelme in Syrien im Einsatz. Die Freiwilligen zahlen oft einen hohen Preis - schon mehr als 250 verloren in dem Konflikt ihr Leben.

Weltweit berühmt wurde die Organisation durch ihre Videos, auf denen zu sehen ist, wie die Helfer Kinder und andere Opfer aus den Trümmern ziehen. Wegen ihrer Arbeit wurden sie 2016 für den Friedensnobelpreis nominiert. Finanziert wird die Organisation von Deutschland und anderen westlichen Staaten, die für einige Weißhelme auch eine Ausbildung im Ausland organisiert haben.

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