Leitbörsen in Fernost schließen ohne klare Linie

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Montag ohne klare Linie beendet. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 300,89 ...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Montag ohne klare Linie beendet. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 300,89 Zähler oder 1,33 Prozent auf 22.396,99 Punkte.

An Chinas Märkten ging es dagegen bergauf. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann moderate 31,64 Zähler (plus 0,11 Prozent) auf 28.256,12 Einheiten. Der Shanghai Composite legte 30,27 Punkte oder 1,07 Prozent auf 2.859,54 Punkte zu.

Die Börsen in Indien und Australien zeigten sich ebenfalls uneinheitlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 36.694,99 Zählern mit plus 196,62 Punkten oder 0,54 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 57,3 Zähler oder 0,90 Prozent auf 6.320,10 Einheiten.

Die Tokioter Börse zeigte sich insbesondere vom starken Yen belastet. Die Währung profitierte von einer allgemeinen US-Dollar-Schwäche, nachdem US-Präsident Donald Trump die US-Notenbank für ihre Geldpolitik kritisiert hatte. Daneben haben Spekulationen auf Kursänderungen bei der japanischen Notenbank die Renditen auf Japans Staatspapiere kräftig steigen lassen und die Währungshüter zum Eingreifen gezwungen. Erstmals seit Februar bot die Notenbank heute wieder den Kauf 10-jähriger Anleihen an, um einen weiteren Zinsanstieg zu verhindern.

Zudem blickten die Anleger weiter auf den laufenden Handelsstreit zwischen den USA und China. Am Freitag hatte Trump seine Bereitschaft signalisiert, auf alle Waren aus China Zölle zu erheben. Darüber hinaus bezichtigte er die Volksrepublik der „illegalen Währungsmanipulation“.

Der gestiegen Yen lasteten in Japan vor allem auf Exportwerten. Am Ende des Nikkei-225-Index standen die Titel der Uniqlo-Mutter Fast Retailing mit minus 5,7 Prozent. Auch Autowerte mussten Federn lassen. So verloren Mitsubishi 2,7 Prozent und Toyota Motors gaben 1,7 Prozent ab.

Dagegen sorgten die Spekulationen um höhere Zinsen in Japan für Auftrieb bei den Finanzwerten. An der Nikkei-Spitze rangierten Fukoka Financial Group mit plus 7,2 Prozent. Dahinter waren Chiba Bank (plus 6,2 Prozent) und Shizuoka Bank (plus 4,9 Prozent) unter den größten Gewinner zu finden. Auch Indexschwergewichte wie Mitsubishi UFJ und Sony Financial gewannen jeweils rund 3,6 Prozent. Die Titel des Versicherers Dai-Ichi Life Insurance gewannen klare 4,7 Prozent.

Auch im Hang Seng Index waren Bankaktien auf der Gewinnerseite. Bank of China stiegen um 1,94 Prozent, Industrial & Commercial Bank of China legten 1,26 Prozent zu und Hang Seng Bank gewannen 1,31 Prozent.


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