Libyen-Einsatz der EU geht weiter - Deutsches Schiff verließ Hafen

Berlin/Brüssel (APA/dpa) - Der in der Flüchtlingskrise gestartete EU-Marineeinsatz vor der libyschen Küste wird vorerst fortgesetzt. Wie das...

Berlin/Brüssel (APA/dpa) - Der in der Flüchtlingskrise gestartete EU-Marineeinsatz vor der libyschen Küste wird vorerst fortgesetzt. Wie das deutsche Verteidigungsministerium mitteilte, stach das deutsche Bundeswehrschiff „Mosel“ am Montag nach einem entsprechenden EU-Einsatzbefehl wieder in See.

Es war zuletzt länger als geplant im Hafen von Souda an der Küste der griechischen Insel Kreta gelegen. Grund waren Drohungen der italienischen Regierung, am Rande des Einsatzes gerettete Migranten nicht mehr in Italien aufzunehmen. Genau dies sehen die Einsatzregeln für die Operation „Sophia“ aber bisher vor.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte in Berlin, der bisherige Operationsplan bleibe in Kraft. Demnach ist das Ziel der Mission der Kampf gegen Schlepper und die Ausbildung der libyschen Küstenwache. Die Rettung von Menschen aus Seenot sei aber nicht ausgeschlossen, sondern bleibe eine „völkerrechtliche Verpflichtung für jeden Seemann“. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini sagte in Brüssel: „Die Operation ‚Sophia‘ setzt ihren Auftrag in allen Aspekten fort.“

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