Busparkplatz am MCI-Areal bleibt Aufreger

Liste Fritz kritisiert Zusammensetzung der neu eingerichteten Arbeitsgruppe.

© Domanig

Innsbruck –Wie geht man in Innsbruck künftig mit Parkplätzen für Reisebusse um? Welche Alternativen gibt es, falls die bisher geplante Bus-Tiefgarage am künftigen MCI-Areal aus Kostengründen nicht realisiert werden sollte? Mit diesen Fragen befasst sich eine neu formierte Arbeitsgruppe unter der Führung von Tourismusstadtrat Franz X. Gruber (VP), Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) und SPÖ-Klubobmann Helmu­t Buchacher.

Die Liste Fritz übt scharfe Kritik an der Zusammensetzung: Wie die Tiefgarage, die Patscherkofelbahn oder das Haus der Musik belegen würden, könne die Viererkoalition aus Grünen, Für Innsbruck, ÖVP und SPÖ die geplanten Kosten bei Großprojekten nicht richtig kalkulieren. Die nun eingerichtete Expertengruppe aus Vertretern „ebenjener Parteien“ sei daher eine „Farce“, meinten LA Andrea Haselwanter-Schneider und GR Thomas Mayer gestern. Die Stadtregierung solle „endlich echte Experten in die Planung einbeziehen“.

Im Arbeitsübereinkommen 2018–2024 habe die Stadtregierung vereinbart, ein Gesamtkonzept für Reisebuss­e und Fernreiseverkehre zu erarbeiten, erklärt dazu StR Schwarzl. Mit der Arbeitsgruppe, die sich am gestrigen Montag bereits getroffen hab­e, werde das nun angegangen. „Wir werden alles zusammentragen,was es bisher an Studien und Varianten zum Thema gibt“. Und „selbstverständlich“ würden dabei „peu à peu“ auch Experten des Stadtmagistrats, Touristiker und Wirtschaftstreibende beigezogen.

Kritik kommt von der Liste Fritz aber auch am Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer: Wenn der TVB den Fußballplatz am Fenner-Areal gegen den Tourismus ausspiele, richte sich das „gegen die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen in Innsbruck“. Stattdessen solle auch der TVB daran arbeiten, „neue kreative Lösungen für den Bustransport von Touristen in die Innsbrucker Altstadt zu ermöglichen“. Ein Busparkplatz am Rande der Stadt, der mit einem Elektro-Shuttlebus an die Innenstadt angebunden wird, könne etwa eine innovative Lösung sein. Ein „Opfern“ des Fußballplatzes für einen Busparkplatz komme für die Liste Fritz nicht infrage. Auch für StR Schwarzl „steht der Fußballplatz nicht zur Diskussio­n“. (TT, md)

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