Mit dem Floß am Inn nach Wörgl

Wörgler Stammtischfreunde wagen ein Flussabenteuer mit einem selbst gebauten Floß.

© Lottersberger

Wörgl –Die Zahl 13 mag mancher als Unglücksbringer ansehen, Stammtischfreunde aus Wörgl sehen das anders. Sie werden sich zu dreizehnt am Inn auf die Spuren von Huckleberry Finn begeben und am Samstag mit dem Floß von Weer nach Wörgl fahren – mit einem selbst gebauten Floß wohlgemerkt.

Es ist nicht die erste Fahrt: Bereits in den 1990er-Jahren gab es Floßfahrten von Stammtischfreunden aus Wörgl, Dietmar Ebner, der damals schon dabei war, motivierte vor sechs Jahren seine Freunde zu diesem Abenteuer. Allerdings missglückte der Versuch damals: Die Innschiffer kollidierten mit der Schwazer Innbrücke, glücklicherweise wurde niemand verletzt. Entmutigen ließen sich die Freunde davon nicht: Bereits im September des selben Jahres klappte die Fahrt, und deshalb wurden auch 2013 und 2016 weitere Inn­floßfahrten von Hall nach Wörgl unternommen.

Aufgebaut wird das 4,50 Meter lange und 4,50 Meter breite Floß mit zehn Stück Zehner-Kantholz auf vier Meter langen und einen Meter breiten Schalltafeln sowie auf 16 Plastikfässern. Als Geländer werden Gerüststeher, wie sie auf Baustellen zu finden sind, verwendet, und einige Holzlatten dienten zur Stabilisierun­g.

Robert Perner, der bei jeder Fahrt dabei war, erzählt, dass auch viel Arbeit hinter der Gaudi steckt: „Es dauert mehrere Wochen, die Elemente anzufertigen.“ Am Samstag soll es wieder losgehen: „Da in Weer bei der Innbrücke Brückenpfeiler betoniert wurden, starten wir heuer nicht in Hall, sondern erst unterhalb von Weer“, verrät Perner.

Die 13 Floßfahrer treffen sich in aller Frühe, um die vorgefertigten Elemente an Ort und Stelle zusammenzubauen. „Von Hall nach Wörgl hat unsere Fahrt rund sieben Stunden gedauert“, erzählt Perner.

Langweilig wird den Teilnehmern sicher nicht: Nicht nur die Landschaft bietet Abwechslung, Stromschnellen sorgen zudem für Spannung. Daher wird klarerweise nicht auf die Schwimmwesten verzichtet. Sicherheit, so wird erklärt, stünde an oberster Stelle. Angelegt wird schließlich bei der Sandbank am Wörgler Innsteg. Die Nachbesprechung findet dann im Stammlokal statt, ehe das Floß tags darauf wieder abgebaut wird. (fh, TT)


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