Box-Weltmeisterin Nicole Wesner gibt Yoga-Stunden

Boxen und Yoga muss kein Widerspruch sein, sagt Nicole Wesner. Die Box-Weltmeisterin hält demnächst in Innsbruck eine Yoga-Stunde.

Nicole Wesner: einmal als Boxerin, einmal beim Yoga.
© Johannes Stamcar

Von Irene Rapp

Innsbruck –Die Vita von Nicole Wesner ist alles andere als 08/15: Mit 32 fängt die gebürtige Deutsche zu boxen an. „In einem Alter, in dem andere bereits wieder aufhören“, erzählt sie lachend am Telefon.

2012 wird sie Österreichische Staatsmeisterin im Amateurboxen, dann beschließt die promovierte Wirtschaftswissenschafterin, das Ganze profimäßig anzugehen.

Nicole Westner trainiert in St. Jakob in Defereggen für ihren nächsten Bewerb.
© Johannes Stamcar

Wieder ein paar Jahre später, 2018, ist sie Inhaberin dreier Box-Weltmeistertitel, derzeit trainiert Wesner in St. Jakob in Defereggen für ihren nächsten Bewerb. „Ich trainiere viel und genieße die lokale Küche“, kann sie berichten. Ernst wird es dann wieder im Herbst: Bei der Weltmeisterschaft im September in Wien will sie ihre drei Titel verteidigen.

Dabei war eigentlich alles anders geplant. „Ich wurde beruflich nach Wien versetzt und habe ein Fitnessstudio gesucht, um Yoga zu praktizieren“, erzählt die 40-Jährige. In einem Studio kam sie dann jedoch nicht nur mit Yoga, sondern auch mit Boxen in Kontakt. Letzteres bereitete ihr enormen Spaß, u. a., weil damit eine ganz neue Bewegungserfahrung verbunden war – und so blieb sie bei dieser Kampfsportart hängen.

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„Das wurde zur Leidenschaft und zunächst wollte ich nur einmal im Leben einen Boxkampf austragen. Doch dann sind es halt mehr geworden“, berichtet Wesner.

Mit dem Yoga machte sie trotzdem weiter, als zertifizierte Yoga-Lehrerin gibt die Wahl-Wienerin sogar immer wieder Stunden und ist auch aufgrund des ORF-Yoga-Magazins bekannt. „Boxen ist ein explosiver Sport, man steht ständig unter Anspannung, tritt in einer sehr geschlossenen Körperhaltung auf. Beim Yoga hingegen öffnet man sich und kann loslassen – sowohl auf physischer als auch psychischer Ebene.“

Yoga sei daher ein wichtiger Ausgleich, auch wenn aufgrund ihrer momentanen Sportler-Karriere das tägliche Box-Training mehr Raum einnehme. „Ich versuche aber, zumindest 10 bis 20 Minuten täglich für Yoga einzubauen.“

Wie solche Einheiten aussehen können, zeigt Nicole Wesner demnächst beim dritten Yoga-Summit 2018 in Innsbruck. Wesner ist dort eine von 46 Yoga-Lehrern, die bei der größten derartigen Veranstaltung in Westösterreich am AK-Seehof auf der Hungerburg in Innsbruck vom 3. bis 5. August Stunden halten. 90 unterschiedlichste Workshops stehen zur Auswahl, rund 300 Yogis – also Teilnehmer aus ganz Österreich sowie Bayern – werden erwartet.

Nähere Informationen: www.yogasummit.at


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