Frankreichs Konservative planen in Benalla-Affäre Misstrauensantrag

Paris (APA/AFP) - Frankreichs Konservative wollen wegen der Affäre um die Prügel-Attacke eines ehemaligen Sicherheitsmitarbeiters von Präsid...

Paris (APA/AFP) - Frankreichs Konservative wollen wegen der Affäre um die Prügel-Attacke eines ehemaligen Sicherheitsmitarbeiters von Präsident Emmanuel Macron einen Misstrauensantrag gegen die Regierung stellen. „Wir wollen, dass die Regierung sich erklärt“, Regierungschef Edouard Philippe habe diesen Wunsch jedoch zurückgewiesen, sagte der Fraktionschef der Oppositionspartei Les Republicains (LR, Die Republikaner), Christian Jacob, am Dienstag in Paris.

Die Zeitung „Le Monde“ hatte vergangene Woche ein Video veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie der damalige Sicherheitsmitarbeiter Alexandre Benalla und der ebenfalls beschuldigte Angestellte der Regierungspartei La Republique en Marche (LREM), Vincent Crase, bei der Kundgebung am 1. Mai in Paris Demonstranten heftig angehen und schlagen. Benalla trug dabei einen Polizeihelm, obwohl er nicht Polizist ist.

Erst nach den Veröffentlichungen durch „Le Monde“ nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Präsident Macron steht in der Affäre unter Druck, bisher äußerte er sich nicht dazu. Ob er selbst frühzeitig von dem Vorfall wusste, ist weiter unklar.

Am Dienstagnachmittag soll Macrons Büroleiter Patrick Strzoda vor der Nationalversammlung zu der Affäre angehört werden. Für Donnerstag ist eine Anhörung des Generalsekretärs des Elysee-Palastes, Alexis Kohler, geplant. Politische Gegner Macrons forderten auch eine Anhörung des Präsidenten selbst.


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